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Rezension

[Rezension] Stephanie Mangliers: Und der Himmel ist doch bunt

Rezension Und der Himmel ist doch bunt

24Stephanie Mangliers: Der Himmel ist doch bunt

Preis: 14,99 (Taschenbuch) / 6,99 (eBook)

VerlagMain Verlag – Polygon Noir Edition

Erscheinungstermin: 27. Juni 2016

ISBN / ASIN: 978-3-95949-060-3 / B01HP2WN32

Und der Himmel ist doch bunt ist ein Buch von Stephanie Mangliers. Es ist am 27. Juni 2016 als eBook und am 22. Juli 2016 als Taschenbuch erschienen. Das Taschenbuch umfasst 344 Seiten.

Inhalt

In Jasons Leben läuft nichts wie geplant. Nicht nur, dass er durch einen Unfall erblindet ist und seine Eltern verloren hat, auch an seiner neuen Schule machen ihm Mitschüler und Lehrer das Leben zur Hölle. Während er versucht, mit seiner Behinderung und dem Verlust zurechtzukommen, lernt er neue Freunde kennen wie Nick, der selbst wegen seiner Homosexualität attackiert wird. Und dann ist da auch noch Patrick.

Wird für Jason der Himmel wieder bunt werden?

(Polygon Noir Edition)

Meinung

Das Cover gefällt mir an sich ganz gut, ist aber nicht besonders auffällig oder ähnliches. Zum Titel hätte irgendwie ein tatsächlich bunter Himmel noch etwas besser gepasst. Aber durch die starken Farben wirkt es trotzdem einladend. Und man kann sich mit einem Blick auf das Cover sofort vorstellen, welche Thematik wohl im Buch inbegriffen sein wird. Das gefällt mir wirklich gut!

Der Einstieg in das Buch ging recht flott und durch die spannende Rückblende wurde man auch gut an das Buch und die Story gebunden. Ich habe bisher kaum Bücher gelesen, bei denen der Protagonist erblindet ist. Von daher war die Geschichte für mich mal wieder etwas anderes und ich habe mich gefreut, dass diese Thematik angesprochen wurde. Deshalb war aber der Beginn des Buches für mich insgesamt interessanter zu lesen, weil es spannend war, die Entwicklung von Jason zu verfolgen.

Diskriminierung – Ein Denkanstoß?

Die sich entwickelnden Freundschaften zwischen Jason und seinen neuen Mitschülern waren anfangs auch faszinierend und haben einiges an Lesespaß gebracht. Gerade durch Nicks Homosexualität kam auch hier wieder ein Thema zur Sprache, das in Büchern sonst eher weniger behandelt wird. Dafür musste ich aber beim Lesen mehrfach den Kopf schütteln, weil Jason wegen seiner Erblindung und Nick wegen seiner Sexualität so diskriminiert wurden. Das hat mich öfter an der Menschheit zweifeln lassen. Aber ist andererseits auch gut, dass es angesprochen wird. Denn ich hoffe, dass die Leser dadurch zum Nachdenken angeregt werden.

Verschenktes Potenzial

Das Problem ist aber, dass die gesamte Geschichte zwar Potenzial hatte. Aber das wurde viel zu wenig genutzt. Stattdessen entwickelte sich alles in eine etwas komische Richtung. Mit der hatte ich zwar so nicht gerechnet, aber sie wirkte so unpassend und zu kreiert. Das hat dem Buch einfach einen Dämpfer gegeben. Obwohl mir bei einem bestimmten Umbruch sogar einige Tränen geflossen sind.

Mir hat aber leider die Tiefe gefehlt. Die Charaktere waren einfach zu flach und hätten viel mehr ausgebaut werden können. Prinzipiell hat mir die Grundidee wirklich gut gefallen und das Lesen hat trotz der Kritikpunkte Spaß gemacht. Aber es gab eindeutig Längen im Buch, aus denen man mehr machen könnte.

Fazit

Insgesamt also eine solide Geschichte mit diversen wichtigen Themen, die sonst einfach viel zu kurz kommen. Für mich aber weder eine absolute Leseempfehlung noch ein Buch, von dem ich abraten würde. Wer jedoch ein Problem mit Homosexualität hat, sollte definitiv die Finger von der Geschichte lassen! Ein spannender Einstieg, gefolgt von einem eher durchschnittlichen Mittelteil und einem Ende, das mich etwas irritiert hat. Eindeutig zu viel verschenktes Potenzial. Schade.

Weitere Meinungen zu Und der Himmel ist doch bunt

Anduria Recca

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