Follow:
Blogtour

[Blogtour] Und der Himmel ist doch bunt – Tag 5

Blogtour Und der Himmel ist doch bunt

Herzlich willkommen zum fünften Tag der Blogtour zu Und der Himmel ist doch bunt. Gestern konntet ihr hoffentlich so einiges über das Leben mit einer Behinderung bei Anduria Recca erfahren. Weiter unten werde ich euch auch die anderen Tage der Blogtour noch einmal verlinken. Also wenn ihr noch nicht alle Beiträge gesehen habt, schaut dort unbedingt noch vorbei!

Und der Himmel ist doch bunt – Tag 5 – Diskriminierung

Das heutige Thema bei mir dreht sich um Diskriminierung. Insbesondere die Diskriminierung aufgrund einer Behinderung durch Lehrer und Schüler. Protagonist Jason ist nach einem Unfall erblindet. Nach einem Umzug folgt auch der Schulwechsel. Trotz seiner Erblindung besucht Jason aber weiterhin eine ganz normale Schule, die nicht auf diese Behinderung spezialisiert ist. Die Schüler und Lehrer nehmen dies natürlich unterschiedlich auf. Nicht nur, dass es für Jason sowieso schon schwierig ist, mit seiner Erblindung an einer normalen Schule den Unterricht zu verfolgen. Nein, er hat auch noch mit einigen anderen Problemen zu kämpfen. Unter anderem der Diskriminierung aufgrund seiner Behinderung.

Blogtour Und der Himmel ist doch bunt

Kurz und knapp

Diskriminierung bedeutet, dass Gruppen oder einzelne Personen benachteiligt oder herabwürdigt werden. Dies geschieht auf der Basis von Merkmalen, die spezifisch für die Gruppe bzw. die einzelne Person sind. Das können zum Beispiel die Herkunft, die Hautfarbe, die sexuelle Orientierung oder auch Behinderungen sein. Das Wort Diskriminierung stammt übrigens aus dem Latein von „discriminare“, was so viel bedeutet wie „trennen, absondern, abgrenzen“.¹

Es gibt natürlich unterschiedliche Formen, wie diese Diskriminierung ausgeführt wird. Beginnend mit Aussagen von der diskriminierenden Person, die das Opfer kränken, auch wenn sie unbedacht waren. Auch das Ignorieren des Opfers zählt darunter, wenn es bewusst geschieht. Es geht jedoch auch bis zu Gewalttaten. Sehr bekannt ist auch, dass Personen gleich behandelt werden, obwohl sie unterschiedliche Grundvoraussetzungen haben. Stichwort Barrierefreiheit. Es geht natürlich auch anders herum, dass gleiche Personen ungleich behandelt werden.¹

¹ vgl. Website des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen (http://www.ida-nrw.de/diskriminierung/) und Wikipedia-Beitrag zu Diskriminierung (https://de.wikipedia.org/wiki/Diskriminierung) (zuletzt aufgerufen am 08.09.2016)

Diskriminierung im Buch Und der Himmel ist doch bunt

Wie bereits erwähnt, ist Jason aufgrund eines Unfalls erblindet. Er wird im Verlauf des Buches öfter Opfer von Diskriminierung aufgrund dieser neuen Behinderung. Im späteren Verlauf kommt auch ein anderes oben erwähntes Beispiels hinzu. Aber um Letzteres soll es in diesem Beitrag heute nicht gehen.

Ich habe während des Lesens so einige Textpassagen markieren können, die mit dem Thema Diskriminierung zu tun haben. Meist fehlten mir die Worte und ich konnte nur mit dem Kopf schütteln, weil ich es einfach nicht glauben kann, dass solche fiktiven Passagen wie im Buch auch in der Realität geschehen. Aber ich wette, dass genau das tatsächlich passiert. Ich selbst hatte bisher „Glück“ und bin weder Opfer noch Beobachter von extremen diskriminierenden Taten geworden. Aber Ansätze davon durfte auch ich bereits im Privat- und auch im Arbeitsleben beobachten. Mein Einsatz war aber oft ohne Wirkung, was mich immer sehr enttäuscht hat.

An dieser Stelle möchte ich meine Beispiele aus dem Buch gerne nochmal aufteilen in die Diskriminierung durch Schüler und die durch Lehrer. Meiner Meinung nach sind gerade die Taten durch die Lehrkräfte besonders schlimm. Denn die sollten eigentlich als gutes Vorbild vorangehen und den Schülern beibringen, dass andere Merkmale nicht als Ausgrenzungskriterium dienen.

Diskriminierung durch Schüler

Wir verlassen meinen Platz und kaum bin ich ein paar Schritte gegangen, hören wir es alle laut scheppern. Das ist jetzt nicht wirklich passiert, oder? Patrick hat nicht ernsthaft meine Schreibmaschine vom Tisch geschmissen, oder etwa doch? (Seite 71 / ca. 32%)

Jason kann aufgrund seiner Erblindung nicht mehr auf die gewohnte Weise im Unterricht mitschreiben. Daher nutzt er eine Schreibmaschine. Seinem Mitschüler passt dies jedoch überhaupt nicht. Zuerst wird er nur unfreundlich, dann lässt er Taten folgen.

Da werde ich plötzlich grob und ziemlich energisch an meiner linken Schulter nach vorn gestoßen, sodass ich fast die Treppe runtergefallen wäre. (Seite 87 / ca. 40%)

Dieses Zitat beschreibt eine der schlimmsten Szenen, die passieren konnten. Es hat mich geschockt, dass Menschen dazu fähig sein können, eine andere Person so sehr diskriminieren zu wollen, dass sie dabei die Gesundheit desjenigen aufs Spiel setzen. In dieser Szene geht es also von Äußerungen zu Übergriffen weiter. In meinen Augen eine der extremsten Versionen von Diskriminierung.

„Ey Spasti“, Leon klopft mit der Faust gegen meine Kabinentür. „Versteckst dich jetzt schon auf dem Klo, was?“ (Seite 109 / ca. 50%)

Hier kommen wir also zu den Äußerungen von anderen Mitmenschen, die kränkend auf das Opfer wirken. Gerade das „Spasti“ ist sehr diskriminierend gegenüber Jason. Zumal in dieser Szene noch mehr hinzukommt, was ich aber noch offen lasse.

Fazit

Die Mitschüler von Jason sind sehr unterschiedlich in ihren Ausführungsformen. Von kränkenden Äußerungen bis hin zu Gewalttaten ist alles vertreten. Die erwähnten Zitate sind nur Ausschnitte von allem Geschehenen. Ich vermute sehr stark, dass es auch in der Realität ähnlich ist. Gerade Mitschüler sind sehr oft diejenigen, die extremer handeln als erwachsene Personen. Sie scheinen einfach weniger Hemmungen zu haben und sind direkter. Reine Spekulation natürlich!

Jason hat im Buch natürlich Glück, dass er Freunde an seiner Seite hat. Ohne sie wäre die Geschichte von Und der Himmel ist doch bunt sicher etwas anders ausgegangen. Aber mehr will ich auch an dieser Stelle nicht verraten, um mich noch mehr von der Handlung zu verraten!

Diskriminierung durch Lehrer

„Mein Klassenlehrer hat gestern zu mir gesagt, dass ich mich nicht genug anstrenge und dass ich nicht dumm, sondern nur behindert sei.“ (Seite 47 / ca. 21%)

Dieses Zitat, das den Klassenlehrer von Jason betrifft, macht mich ganz besonders traurig und auch wütend. Jason traut sich tatsächlich mit seiner Erblindung auf eine normale Schule. Natürlich benötigt er Eingewöhnungszeit, um dem Unterricht genauso gut folgen zu können wie seine Mitschüler. Das ist dem Klassenlehrer jedoch nicht bewusst. Stattdessen erwartet er eine sofortige Mitarbeit von Jason. Am Schlimmsten für mich ist jedoch diese Aussage, er sei nicht dumm, sondern nur behindert.

„Es mag dir vielleicht schwerfallen, aber ein paar Gesten hättest du zur Betonung ruhig einsetzen können.“ (Seite 155 / ca. 71%)

Bei diesem Zitat hängt noch eine weitere Geschichte dran, die ich hier aber nicht ausweiten möchte. Es ist jedoch ähnlich wie das von eben. Denn der Lehrer versteht noch immer nicht ganz, dass Jason mit seiner Erblindung nicht alle Aufgaben so einfach lösen kann wie andere. Er grenzt ihn aus, bewertet schlechter und auch strenger. Es hat beim Lesen fast den Eindruck hinterlassen, dass der Klassenlehrer ein besonderes Augenmerk auf Jason und seine Behinderung wirft, um mehr negative Aspekte zu finden. Ich verstehe vollkommen, dass man nicht dauerhaft Mitleid haben kann und dass die betreffende Person das auch oftmals nicht möchte. Aber man sollte schon unterscheiden können, was machbar ist. Und genau das tut der Lehrer in meinen Augen nicht. Zumal er ihn sogar vor der kompletten Klasse so negativ bewertet, was das Klima unter den Mitschülern nicht gerade verbessert.

Fazit

Ihr seht schon, die Diskriminierung, die vom Lehrer ausgeht, ist einerseits den unbedachten Äußerungen zuzuordnen. Aber auch sehr stark der Gleichbehandlung von Schülern mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Es gibt im Buch auch eine Szene mit dem Schulleiter, die genauso von der Diskriminierung zeugt. Insgesamt hatte ich beim Lesen stark das Gefühl, dass die Schule absolut keine Lust hat, sich auf Jason einzustellen. Er ist bereit, an einer normalen Schule unterrichtet zu werden. Aber das Kollegium dieser stellt sich quer und möchte weiterhin die gewohnte Schiene fahren.

*** Die Seitenangaben stammen aus meiner eBook-Version und können daher – je nach Gerät – abweichen. Zur Sicherheit sind deswegen die ungefähren Prozent-Zahlen mit angegeben. ***


Abschließende Worte zur Blogtour zu Und der Himmel ist doch bunt

Das war dann auch schon der heutige Tag der Blogtour zu Und der Himmel ist doch bunt von Stephanie Mangliers. Ich hoffe, ihr konntet einige Informationen mitnehmen und habt nun Lust, das Buch zu lesen.

Nehmt doch direkt noch am Gewinnspiel teil, denn ihr könnt tolle Preise gewinnen. Alle Informationen zum Gewinnspiel folgen hier im Anschluss. Und ansonsten könnt ihr natürlich auch gerne morgen bei Bookwormdreamers vorbeischauen, denn dort wird die Blogtour mit dem Thema „Coming out“ fortgesetzt.

Gewinnspiel

Bei der Blogtour zu Und der Himmel ist doch bunt gibt es direkt mehrere Preise zu gewinnen. Hier eine Auflistung für euch:

1. Preis – 1 signiertes Print von Und der Himmel ist doch bunt
2. Preis – 7 x 1 eBook im Wunschformat von Und der Himmel ist doch bunt

Gewinn der Blogtour zu Und der Himmel ist doch bunt

Alles, was ihr tun müsst, um am Gewinnspiel teilzunehmen, ist, folgende Frage in den Kommentaren zu beantworten:

Habt ihr schon Erfahrungen im Bereich der Diskriminierung machen müssen? Als Beobachter oder möglicherweise sogar als Opfer? Was haltet ihr von den Zitaten aus dem Buch?

Bitte beachtet unbedingt die nachfolgenden Teilnahmebedingungen, wenn ihr am Gewinnspiel teilnehmen möchtet! Lest natürlich auch gerne die weiteren Beiträge der Blogtour. Diese sind weiter unten noch einmal für euch verlinkt. Ich wünsche euch viel Glück, wenn ihr am Gewinnspiel teilnehmt!


Teilnahmebedingungen

Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberechtigten möglich.

Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen. Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.

Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.

Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.

Das Gewinnspiel wird von CP – Ideenwelt organisiert. Es wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.

Das Gewinnspiel endet am 11.09.2016 um 23:59 Uhr.

Daten der Blogtour zu Und der Himmel ist doch bunt

05.09.2016 – Und der Himmel ist doch bunt
06.09.2016 – Homosexualität
07.09.2016 – Verlust
08.09.2016 – Leben mit einer Behinderung
09.09.2016 – Diskriminierung
heute
10.09.2016 – Coming out
11.09.2016 – Die Polygon Noir Edition
12.09.2016 – Gewinnerbekanntgabe
alle Blogs

Related:

Previous Post Next Post

7 Tatzenabdrücke

  • Reply Annika Equality Paul

    Habt ihr schon Erfahrungen im Bereich der Diskriminierung machen müssen? Als Beobachter oder möglicherweise sogar als Opfer? Was haltet ihr von den Zitaten aus dem Buch?

    Leider muss ich die beiden ersten Fragen mit ja beantworten.
    In meiner Jugendzeit war ich oft Opfer von Diskriminierung und Mobbing, vor allem durch meine Mitschüler, aber auch durch meine Lehrer, die nicht selbst diskriminiert und gemobbt haben, aber es gesehen und zugelassen haben.
    Ich war schon immer etwas kräftiger, habe lieber gelesen als mich auf Partys herumzutreiben. In der Schule war ich gut und habe auch gern gelernt. Das hat vielen, vor allem in der Kombination nicht gefallen.
    Ich wurde noch mehr ausgegrenzt, man hat mich auf den Fluren abgepasst und verprügelt, mich beschimpft und noch viel mehr.
    Auch habe ich selbst erlebt, wie andere diskriminiert wurden, wegen ihrem Aussehen, ihrer Hautfarbe, usw. Damals habe ich versucht ihnen beiszustehen, was mir selbst dann wiederum zum Verhängnis wurde, da sie so wieder auf mich aufmerksam wurden.
    Aber heute bin ich stärker als damals und wenn ich sehe das jemand diskriminiert wird setze ich alles daran ihm oder ihr zu helfen, gehe dazwischen usw. Es ist wichtig das man nicht wegschaut! Ich stand oft alleine da und hätte mir mehr Hilfe gewünscht, auch von den Lehrern. Sie haben die Pflicht zu helfen und sollten vor Ungerechtigkeiten nicht die Augen verschließen.

    Die Zitate aus dem Buch spiegeln wieder, was Jason mitmachen muss und sie zeigen auch, das durch Worte und Taten gleich viel angerichtet werden kann.
    Jeder sollte vorher überlegen was er sagt und was er tut. auch Kleinigkeiten können jemanden verletzen.

    9. September 2016 at 0:26
  • Reply Jenny Siebentaler

    Morgen schön 🙂 und auch heute gerne wieder mein Glück fürs Print versuche da ich keine Ebooks lesen kann!

    Die Zitate sind für mich so das ich sie mehrmals lesen könnte und doch immer was anderes interpretieren könnte……. 😉

    Diskriminierung stelle ich gerne auch immer mit Mobbing gleich, denn beides sich heutzutage nicht viel an unterschied nimmt und beides grausam ist!
    Ich habe es bis heute als Mobbing erleben dürfen und mich bis heute geprägt hat…..

    jspatchouly@gmail.com

    9. September 2016 at 7:54
  • Reply SaBine K.

    Hallo,

    leider habe ich auch schon Erfahrungen mit Diskriminierung bzw. Mobbing machen müssen. Und auch schon viel davon gehört und die Zitate aus dem Buch geben auch gut wieder wie sowas ist bzw. wie man sich fühlt.

    LG
    SaBine

    9. September 2016 at 11:45
  • Reply Daniela Schiebeck

    Mit Mobbing habe ich schon passiv – leider – viel Erfahrung sammeln müssen.

    Liebe Grüße,
    Daniela

    9. September 2016 at 14:21
  • Reply jen b

    huhu

    ja diskriminiert wurde ich auch schon hab eine gehbehinderung und das finden einige so lustig

    ich liebe das buch hab es an einem tag durch gehabt und war traurig allerdings hab ich es nur als ebook 😀

    9. September 2016 at 19:34
  • Reply Tiffi2000

    Hallo,

    ich bin zum Glück selbst noch nicht Opfer geworden, aber Diskriminierung habe ich auch schon erlebt… es beginnt ja meiner Meinung schon, wenn man sich negativ über andere Gruppen/Personen äußert…
    Die Zitate machen auf jeden Fall betroffen…

    LG

    11. September 2016 at 16:28
  • Reply Buechertatzen - [Blogtour] Und der Himmel ist doch bunt - Auslosung - Buechertatzen

    […] Blogtour zu Und der Himmel ist doch bunt ist nun beendet. Ich hoffe sehr, dass ihr Spaß hattet und […]

    12. September 2016 at 8:31
  • Kommentar verfassen

    Scroll Up