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Rezension

[Rezension] Petra Dalquen: Küssen Inder anders?

Rezension Küssen Inder anders?

Petra Dalquen: Küssen Inder anders?

Preis: 9,99 € (Taschenbuch) / 4,99 € (eBook)

Verlag: Amazon Publishing

Erscheinungstermin: 12. April 2016

Küssen Inder anders? ist ein Buch von Petra Dalquen. Es ist am 12. April 2016 bei Amazon Publishing als Taschenbuch erschienen. Das Buch umfasst 440 Seiten.

Inhalt

Der Roman beschreibt das Leben von sechs Frauen, die freundschaftlich miteinander verbunden sind. Zwei von ihnen – Bernada und Francine – hüten ein Geheimnis und ahnen nicht, wie sehr ihre Schicksale einander ähneln. Während einer Reise durch die archaische geheimnisvolle und exotische Welt der Tempel und Götter Südindiens kommen ihre Konflikte offen zum Ausbruch.

Am Ende ist nichts mehr, wie es vorher war – für keine der sechs Freundinnen.

Was wissen wir wirklich von unseren Freunden? Wie viel Nähe lassen sie zu? Schenken sie uns in einer persönlichen Notlage ihr absolutes Vertrauen? Und können wir ihnen bedingungslos vertrauen?

(Klappentext)

Meinung

Cover und Titel hatten mich bei der Buchauswahl ziemlich angesprochen. Ich mag diese krassen Farben, denn sie stechen eindeutig ins Auge. Außerdem versprach der Titel eine tolle und bestimmt auch lustige Geschichte.

Doch leider habe ich direkt im Einstieg gemerkt, dass ich hier nicht das bekommen würde, was ich mir vorgestellt hatte. Der Prolog war sehr gut und hat mir Hoffnung gemacht. Aber als dann der eigentliche Teil begann, ging es direkt bergab. Ich wusste mit den vielen Namen überhaupt nichts anzufangen und ich habe – um hier mal vorweg zu greifen – bis zum Ende des Buches nicht alle sechs Charaktere komplett auseinander halten können. Das hat natürlich ständig für Verwirrung meinerseits gesorgt und ich konnte der Handlung nicht wirklich folgen. Zumal der Einstieg einfach sehr langsam und schleppend voranging. Meist habe ich einige Seiten gelesen und war dann so sehr wie eingeschläfert, dass ich jedes Mal wieder abbrechen musste. Ein Eintauchen in die Geschichte war daher nicht möglich und ich musste mich wirklich zwingen, das Buch weiterzulesen. Ewig habe ich auch nach dem eigentlich Handlungsort gesucht, der mir im Titel und Klappentext angepriesen wurde. Es dauerte einfach viel zu lange, bis das Buch zum wirklichen Punkt kam.

Mehrfach dachte ich über einen Abbruch nach

Diese sich ewig ziehende Handlung hat mich dann tatsächlich öfter zweifeln lassen, ob ich dieses Buch noch bis zum Ende durchlesen sollte. Der erste Teil spielte in Deutschland und sollte garantiert zur Übersicht über die Charaktere dienen. Es war aber viel zu wirr, denn die Freundinnen spielten ständig nur Karten und stritten sich dann. Den Sinn dahinter habe ich nicht gefunden.

Im zweiten Teil kam dann auch endlich der eigentliche Ort zur Sprache, denn es ging nun endlich nach Indien. Hier wurde es auch etwas interessanter, denn man erfuhr tatsächlich ein paar mehr Informationen über die Freundinnen, sodass man sich langsam ein Bild machen konnte. Leider drehte sich der Hauptteil der Indienhandlung nur um Yoga und die Tempelbesichtigungen. An sich überhaupt kein Problem, denn es war für mich wirklich interessant und ich konnte einen tollen Einblick gewinnen. Aber es wurde einfach irgendwann zu viel davon und ich habe noch immer nach der Geschichte zum Buchtitel gesucht. Denn warum sollte man ein Buch „Küssen Inder anders?“ nennen, wenn dann nichts davon je vorkommt?

Aber ich hatte Glück!

Als es dann in den dritten Teil überging, wurde die Frage dann endlich gestellt und im dritten Teil selbst kam das Thema wirklich zur Sprache. Dieser dritte Abschnitt war dann auch endlich gut und hat mich von einem Abbruch weggebracht, sodass ich das Buch dann doch noch beendet habe. Über die Handlung in diesem Teil möchte ich jetzt nicht zu viel verraten, denn es hat mit den im Klappentext angesprochenen Geheimnissen zu tun. Aber hier konnte mich das Buch endlich berühren und die zwei Charaktere, die dort eine Hauptrolle spielen, wurden mir wirklich sympathisch. Ich habe mit ihnen gefühlt und gegen Ende dann geweint, weil es mich so komplett traurig gemacht hat.

Gerade auch der vierte und letzte Teil hat es dann nochmal gebracht. Er hat mich komplett fertig gemacht und ich musste nicht nur kleine Tränen verdrücken, sondern habe wirklich Rotz und Wasser geweint. Wäre das gesamte Buch so schön wie die letzten zwei Teile gewesen, wäre es wirklich ein wundervolles Buch geworden. So jedoch reicht es leider nur für zwei Tatzen in der Bewertung, weil ich den guten Teil beinahe nicht mehr mitbekommen hätte, hätte ich das Buch tatsächlich abgebrochen. Schade!

Fazit

Küssen Inder anders? ist ein Buch, von dem ich mir sehr versprochen hatte, weil es so wahnsinnig interessant klang. Leider wurden meine Erwartungen recht schnell enttäuscht und ich war kurz davor, es komplett abzubrechen. Kurz bevor ich die Notbremse ziehen wollte, kam dann aber endlich der Umschwung und das Buch nahm nun richtig an Fahrt auf. Es konnte mich in den letzten zwei Teilen wahnsinnig überzeugen und berühren. Aber leider viel zu spät, denn andere hätten garantiert schon vorher aufgehört, die Handlung weiterzulesen.

Wer jedoch auf langatmige Geschichten mit vielen Informationen zu sonstigen Themen steht, dem könnte das Buch durchaus gut gefallen. Man lernt viel über Yoga und die indische Kultur. Erfährt außerdem einiges über die Stellung der Frau in Indien und die Spiritualität. Möglicherweise gefällt das Buch auch besser, wenn man mit weniger hohen Erwartungen an die Geschichte herangeht. Für mich jedoch war es eher eine Enttäuschung.


Weitere Meinungen zu: Küssen Inder anders?

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