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Rezension

[Rezension] Grégoire Delacourt: Die vier Jahreszeiten des Sommers

Rezension Die vier Jahreszeiten des Sommers
  • Grégoire Delacourt: Die vier Jahreszeiten des Sommers
  • Preis: 18,00 € (Gebunden) / 13,99 € (eBook)
  • VerlagAtlantik (Hoffmann und Campe)
  • Erscheinungstermin: 16. Juli 2016
Die vier Jahreszeiten des Sommers ist ein Buch von Grégoire Delacourt. Es ist am 16. Juli 2016 beim Atlantik Verlag als gebundene Ausgabe erschienen. Das Buch umfasst 192 Seiten. Das Original Les quatre saisons de l’été erschien 2015 bei JC Lattès. Übersetzung von Claudia Steinitz.

Inhalt

Vier Lieben, vier Leben – ein Sommer

Ein Sommer am Strand: Kinder planschen im Meer, Möwen kreischen, der Geruch von Sonnencreme liegt in der Luft. In einem nordfranzösischen Badeort schlagen die Herzen höher: Vier Liebespaare verbringen hier ihren Urlaub. Eine erste junge Liebe erwacht, eine Liebe ist bereits vergangen, eine andere wird wieder neu entfacht, und eine Liebe hält.

(Klappentext)

Meinung

Das Cover ist so traumhaft schön und macht große Lust, spontan die Koffer zu packen und an das Meer zu fahren. Es weckt absolutes Fernweh an die französische Küste und lädt zum Träumen ein. Für mich ein absolutes Lieblingscover!

Der Einstieg in das Buch fiel mir ziemlich leicht und ich konnte sofort in diese wunderschöne Geschichte eintauchen. Zu Beginn kann man sich als Leser noch gar nicht vorstellen, in welche Richtung diese Handlung sich nachher noch wenden wird, weswegen ich hier tatsächlich noch nicht ganz so begeistert gewesen bin. Es war ein toller Anfang, aber nicht so ergreifend, dass ich unbedingt weiterlesen müsste. Eher einfach eine schöne Geschichte.

Aber dann kam Victoria und haute mich um. Victoria, ein kleiner Charakter der ersten Geschichte. Ein junges Mädchen, das jedoch schon so viel Tiefe in ihre Worte legte und so altklug klang. Victoria, die mich mit ihren Zitaten komplett an das Buch fesselte:

„Wenn man sich richtig liebt, kann man sich verlieren, und ich will dich nicht verlieren, Louis.“ (Seite 19)

Vier einzigartige Geschichten, die mich unterschiedlich tief berührten

Im Buch werden nacheinander vier verschiedene Geschichten über vier Paare erzählt. Der Hauptanteil dieser Handlungen spielt immer im gleichen Sommer am gleichen Strand und verbindet die vier Leben somit miteinander. Außerdem kann man als Leser so direkt eine Verbindung zu den Paaren aufbauen und erkennt bestimmte Handlungsteile immer wieder, weil sie sich ineinander verweben. Das mag ich sehr gerne und hat eben diesen Wiedererkennungswert, der mir wichtig ist.

Die vier einzelnen Handlungen haben sich in meinen Augen jeweils gesteigert. Die erste plätscherte noch so vor sich hin, konnte mich durch Victoria – wie bereits erwähnt – schon gut überzeugen, aber war noch nicht so besonders. In der zweiten Geschichte steigerte es sich schon etwas und das Buch gewann an Tiefe. Gerade auch weil es hier begann, dass sich die Geschichten miteinander verbanden. Die dritte hat mich dann schon ziemlich gut überzeugen können, weil sie mit einer Wendung daherkam, mit der ich niemals gerechnet hätte und die mich schon umgehauen hat.

Die letzte Geschichte dann hat mir aber komplett das Herz zerrissen. Ich habe die ganze Zeit nur noch geweint. Es war schon aus den vorangegangenen Geschichten vorhersehbar, was in der letzten passieren würde. Aber es wurde so herzergreifend beschrieben, dass es mich komplett getroffen hat und ich mich komplett darin verloren habe. Ein würdiger und wunderschöner Abschluss eines Buches, von dem ich niemals so viel erwartet hätte.

Fazit

Eine wahnsinnig berührende Lektüre über vier verschiedene Paare und die Liebe, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Jede der einzelnen Geschichten hatte dabei etwas Einzigartiges und konnte mich mal mehr, mehr weniger überzeugen. Gerade das Ende hat mich komplett überzeugt, sodass dieses Buch hoffentlich das letzte gewesen sein wird, das ich von diesem Autor lese. Nicht nur eine tolle Sommerlektüre für den Urlaub, sondern auch ein Buch, das die unterschiedlichen Seiten der Liebe zeigt.

Weitere Meinungen zu: Die vier Jahreszeiten des Sommers

Sharon Baker liest / Buntes Tintenfässchen / Literaturchaos

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2 Tatzenabdrücke

  • Reply Lotta

    Hallo 🙂
    Ich habe ja auch lange überlegt, ob ich das Buch lesen soll/will, aber ich habe mich letztendlich dagegen entschieden, weil der Schreibstil nicht ganz so meins ist. Ich glaube aber, dass es eine sehr schöne Liebesgeschichte ist, die perfekt ist für den Sommer und viele viele Leser begeistern kann. 🙂

    Liebst, Lotta

    19. Juli 2016 at 8:05
    • Reply buechertatzen

      Hallo liebe Lotta,

      ja, der Schreibstil ist nicht für jeden etwas. Da hast du Recht. Aber toll, dass du das für dich so gut einschätzen kannst 🙂

      Liebe Grüße,
      Franziska

      19. Juli 2016 at 20:59

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