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Messebericht

[LBC] Bericht LitBlogConvention 2016 #1

LitBlogConvention Logo

Am 04. Juni 2016 fand die erste LitBlogConvention statt. Die LBC ist eine Bloggerkonferenz, die von den Kölner Verlagen ins Leben gerufen wurde. Dementsprechend fand sie auch in Köln statt. Zu den Verlagen gehörten Bastei Lübbe, Kiepenheuer & Witsch, Egmont, Dumont Kalenderverlag und Dumont Buchverlag. Die Konferenz wurde damals schon vorab auf Instagram von den Verlagen angekündigt und auch auf der Leipziger Buchmesse nochmal schmackhaft gemacht. Dementsprechend saß ich am Verkaufstag gespannt am Handy und habe schon zehn Minuten vor Beginn die Seite ständig aktualisiert. Da ich so viel Geduld hatte, habe ich auch gleich ein Ticket abgesahnt und konnte mich somit zu den Glücklichen zählen, denn die 150 Tickets waren fast sofort ausverkauft! Nach dem Kauf des Tickets habe ich auch direkt meine Bahnfahrkarten und mein Zimmer gebucht. Dann hieß es nur noch warten. In diesem Beitrag nun möchte ich euch kurz ein paar Einblicke in mein LBC-Wochenende geben. (Alle Fotos wurden übrigens mit dem Handy aufgenommen, also entschuldigt bitte die Qualität)

Anreise

 Ich hatte eine ziemlich chaotische Woche gehabt und freute mich auf die entspannte Zugfahrt nach Köln. Mein Freund brachte mich zum Eisenacher Hauptbahnhof, ich stieg in vollkommener Ruhe in den ersten ICE, fand meinen reservierten Sitzplatz und alles war schön. Im Ruhebereich herrschte tatsächlich Ruhe und ich nutze die Zeit, um eine Rezension handschriftlich vorzubereiten. Dann kam ich in Frankfurt am Fernbahnhof an, wo ich in den nächsten ICE umsteigen wollte. Leider hatte jedoch der Zug vor meinem eigenen Verspätung, sodass auch mein Zug warten musste, um einfahren zu können. Bei der Anzeige stieg aber selbst ich irgendwann nicht mehr durch und die Durchsagen versteht man an diesem Bahnhof leider überhaupt nicht. Irgendwann fuhr dann auch ein Zug ein, an dem jedoch Hamburg stand. Also definitiv nicht meine Richtung.

Das war der Moment, wo mich jemand am Bahnsteig auf Englisch ansprach und um Hilfe bat, weil auch er nicht mehr weiter wusste. Ich erklärte ihm, dass dies der Zug nach Hamburg sein und wir stellten fest, dass wir mit demselben ICE nach Köln weiterfahren wollten. Aus dieser kleinen Frage entstand ein langes Gespräch und ich weiß bis heute nicht, was mit unserem ICE passiert ist. Denn an unserem Gleis fuhr er niemals ein. Das wäre mir nämlich aufgefallen, da ich genau in dem Abschnitt stand, wo mein reservierter Sitzplatz ankommen sollte.

Da wir aber nach Köln wollten, suchten wir uns den nächsten Zug, wechselten den Abschnitt und erzählten weiter. Und genau eine Minute, bevor unser nächster Zug einfuhr, gab es einen spontanen Gleiswechsel, denn ich nur aus dummen Zufall mitbekommen hatte. Ich schnappte mir also Viktor (so hießt die neue Bekanntschaft) und zog ihn mit mir Richtung Zug. Nach einer Station im Stehen, fanden wir dann noch einen Sitzplatz und unterhielten uns, bis wir dann tatsächlich in Köln ankamen! Ich selbst bin sonst überhaupt kein spontaner und offener Mensch, deswegen war dieses Chaos und dieses fremdsprachliche Gespräch für mich komplett neu und ich war innerlich ziemlich angespannt, was ich aber erst bemerkte, als ich dann wieder allein im Kölner Hauptbahnhof stand. Trotzdem hat es aber extrem Spaß gemacht und es war ein netter Austausch!

LitBlogConvention Hostel Zimmer

In Köln angekommen, suchte ich mir einen schnellen Weg Richtung Hostel, denn ich wollte endlich ankommen und mich entspannend. Zum Glück war die Verbindung zum Hostel recht einfach und ich war schnell angekommen. Zwar lief ich erstmal in die falsche Richtung, fand dann aber den ziemlich versteckten Eingang doch noch. Im Hostel angekommen, war ich etwas überrascht. Denn so, wie es dann innen aussah, hatte ich es mir nicht vorgestellt. Aber es hatte in meinen Augen trotzdem seinen Charme und dank meiner Arbeit mit Jugendreiseveranstaltern habe ich kein Problem mehr mit kuriosen Übernachtungsmöglichkeiten.

Also bezog ich als erste mein 6-Bett-Zimmer und tippte meine vorher geschriebene Rezension ab. Irgendwann erschienen dann die nächsten zwei Zimmergenossen. Beide männlich, noch recht jung und aus Irland. Während die beiden ihre Betten bezogen, ging in Köln die Welt unter. Ryan – einer der Iren – fragte mich dann, ob das in Deutschland normal wäre. Er hätte so ein Wetter in Irland noch nie erlebt. Ich wusste gar nicht, was ich sagen sollte. Denn auch in Eisenach hatte ich ein solch schlimmes Unwetter noch nicht mitbekommen. Kurz vor 22 Uhr kamen dann auch noch die letzten drei Zimmergenossen. Wieder männlich, aber dieses Mal aus Deutschland (ich vermute aus Richtung Stuttgart vom Dialekt her). Ja, ich war nun also die einzige weibliche Person in meinem 6-Bett-Zimmer. Sehr interessant. Aber auch das hat mich nicht weiter gestört.

Wir gingen auch alle recht zeitig schlafen und es wäre eigentlich alles in Ordnung gewesen. Wäre da nicht mitten in der Nacht auf einmal der Feueralarm losgegangen. Als wir uns dann endlich etwas überzogen hatten und rausgehen wollte, stellte einer meiner Zimmergenossen fest, dass an der Rezeption jemand rauchen würde. Und da das Hostel ein Nichtraucherhostel war, wussten wir nun auch, warum der Feueralarm ausgelöst wurde. Kurze Zeit später ging dieser auch wieder aus und wir konnten in unsere Betten zurückkehren.

Auf zur LitBlogConvention

Über Facebook hatte ich herausgefunden, dass noch eine andere Bloggerin, die auch zur LitBlogConvention wollte, im gleichen Hostel wie ich untergebracht war. Wir trafen uns dann durch Zufall in den Waschräumen, frühstückten kurz (auch wenn ich das Frühstück sehr kurios fand, aber das wäre jetzt so ausschweifend!) und machten uns dann auf den Weg zum Hauptbahnhof. Da wir noch etwas Zeit hatten, gingen wir in eine der Bahnhofsbuchhandlungen und schauten uns um. Wir gaben uns gegenseitig so einige Buchtipps und entdeckten dabei viele neue Schätze. Außerdem habe ich mir aus der Fremdsprachenabteilung dann noch ein englisches Buch mitgenommen.

Gegen 11 Uhr wollte ich dann Debbie (wolkenweiss) vom Gleis abholen, weswegen wir uns dann aus der Buchhandlung verabschiedeten uns zum Bahnsteig machten. Praktischerweise stieg Debbie auch genau dort aus, wo ich auf sie wartete. So konnten wir uns nämlich definitiv nicht verfehlen. Zu dritt gingen wir dann zu Starbucks, weil noch immer viel Zeit bis zum Start der LitBlogConvention war. Zu Fuße des Kölner Doms unterhielten wir uns über das Bloggen, das Lesen und alltägliche Dinge. Beobachten die Leute, die über den Platz liefen und sahen eine wunderschöne Braut, deren Kleid jedoch so riesig war, dass sie beinahe nicht in das Auto einsteigen konnte. Leider fing es dann auch wieder zu regnen an und wir machten uns auf Richtung Bastei Lübbe.

LitBlogConvention Rhein

Überfahrt über den Rhein – Bäume ziemlich unter Wasser

Wir fuhren mit der U-Bahn in Richtung Mühlheim und überquerten dann den Rhein. Hier konnte man schon sehr deutlich sehen, wie viel es in den letzten Tagen geregnet hatte, denn einige Bäume standen extrem unter Wasser. Ich selbst habe nie Hochwasser erlebt, deswegen hat mich dieser Anblick schon ein bisschen geschockt. Das Bild hält das nicht mal annähernd so gut fest, wie man es eigentlich sehen konnte. In Mühlheim angekommen, hatten wir uns eigentlich eine weitere Bahn ausgesucht. Die sollte aber erst nach 15 Minuten fahren und wir wollte nicht so lange warten. Also beschlossen wir, zu Fuß weiterzugehen und waren recht schnell am Zielort angekommen. Das Gebäude von Bastei Lübbe sahen wir dann schon von Weitem, weil der hohe Turm einfach so gut sichtbar war. Kurz bevor der nächste Starkregen begann, erreichten wir dann den Glaseingang vom Verlagsgebäude, gaben unsere Tickets ab und erhielten dafür ein Armbändchen, mit dem sichtbar war, dass wir Teilnehmer der LitBlogConvention 2016 waren. Dann ging es gleich an den ersten Tisch, wo wir uns Namensschilder bastelten und bekamen als Belohnung dafür dann einen wunderschönen Goodie Bag! Jeder dieser Bags übrigens mit einem anderen Spruch und es waren auch unterschiedliche Dinge enthalten, wie wir später feststellten. Aber ich kann schon jetzt sagen, dass ich mich riesig über den Inhalt gefreut habe, denn es waren gleich zwei meiner Wunschbücher enthalten!

LitBlogConvention Bastei Lübbe

Verlagsgebäude von Bastei Lübbe

Zwischen 13 und 14 Uhr hielten wir uns dann erstmal im gläsernen Foyer auf. Es dauerte nicht lange und auch Tasmin (Tasmetu) fand den Weg zur Konferenz. Sie gesellte sich zugleich zu uns und wir schauten uns gemeinsam um, denn es waren sehr viele Gesichter vor Ort, die man erstmal zuordnen musste. Außerdem traf auch Verena (Books and Cats) ziemlich schnell nach uns ein, mit der ich mich schon vorher über Facebook ausgetauscht hatte. Zusammen holten wir uns dann direkt etwas zu trinken und probierten den leckeren Kuchen von NetGalley. Ich selbst schielte eigentlich bei jedem, der mir entgegen kam, auf das Namensschild und erkannte gerade von Twitter so einige wieder. Leider war aber überhaupt nicht genug Zeit, um mit jedem zu sprechen, weswegen wir uns größtenteils in unserem Viergespann aufgehalten haben. Ich kannte alle drei Mädels bisher nur aus dem Netz und war wahnsinnig froh, sie nun auch real endlich kennenlernen zu können. Schon allein deswegen hatte sich die LitBlogConvention für mich definitiv gelohnt.

LitBlogConvention Autorenwand Lübbe

Autorenwand von Bastei Lübbe

LitBlogConvention Kuchen von NetGalley

Kuchen gesponsert von NetGalley

LitBlogConvention Foyer

Begrüßung im gläsernen Foyer von Bastei Lübbe

Irgendwann vor 14 Uhr erfolgte dann auch die offizielle Begrüßung durch die Verlage. Sie stellten noch einmal kurz vor, welches Konzept sie verfolgt hatten. Erwähnten sie zahlreichen Sponsoren und erklärten der geplanten weiteren Verlauf. Beim Eintritt in das Foyer hatten wir den Workshop-Plan zur Sicherheit erneut ausgehändigt bekommen und durften nun entscheiden, welche Sessions wir gerne besuchen wollten. Es gab für jeden Workshop eine Begrenzung, da die Räume teilweise recht klein waren. Die Verlagsmitarbeiter erklärten kurz die verschiedenen Wege, wie wir zu den jeweiligen Räumen kommen würden und wünschten viel Spaß auf der ersten LitBlogConvention. Ich selbst hatte mir übrigens im Voraus keine Workshops geplant, sondern wollte spontan sein und schauen, wo noch Platz für mich frei wäre. Welche Sessions ich besucht habe und was ich dort alles erfahren habe, erfahrt ihr im nächsten Teil des Berichts. Denn es werden noch so einige Informationen kommen!

Seid ihr vielleicht auch auf der LitBlogConvention gewesen? Oder habt ihr es versucht und konntet leider kein Ticket ergattern?

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2 Tatzenabdrücke

  • Reply die Sammlerin

    Nein, ich war nicht auf der LitBlogConvention, aber ich bin gespannt, wie es weiter geht mit Deinen Berichten.
    Die Anreise und Übernachtung reicht ja schon für den Anfang eines spannenden Krimis.
    Liebe Grüße
    die Sammlerin

    12. Juni 2016 at 16:08
  • Reply [Wochenwürfel] Buchverrückte Wochennews – buchverrueck.de

    […] Weitere Berichte gibt es zum Beispiel von: Büchertatzen: [LBC] Bericht LitBlogConvention 2016 #1 […]

    12. Juni 2016 at 17:41
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