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Rezension

[Rezension] Drucie Anne Taylor: Nights within Stardust

Abbildung "Nights within Stardust"
  • Drucie Anne Taylor: Nights within Stardust
  • Preis: 3,99 € (eBook)
  • Verlag: Ullstein Buchverlage / Forever
  • Erscheinungstermin: 15. April 2016
Nights within Stardust ist ein Buch von Drucie Anne Taylor. Es ist am 15. April 2016 im Imprint Forever bei Ullstein Buchverlage als eBook erschienen. Das Buch umfasst 220 Seiten.

Inhalt

Marley Bennett wuchs behütet in einer Kleinstadt in Georgia auf, doch zum Studieren zieht es sie in die Großstadt nach Chicago. Obwohl sie sich eigentlich aufs College konzentrieren will, gibt sie ihrer neuen Mitbewohnerin Shauna nach und besucht gleich am ersten Abend den angesagtesten Club der Stadt, das »Stardust«. Dort begegnet Marley Corey Connor, dem attraktiven Sohn des Clubbesitzers. Der sieht nicht nur unverschämt gut aus, sondern ist genauso arrogant wie geheimnisvoll und auch ein bisschen angsteinflößend. Ein echter Bad Boy eben. Corey gehört zu der Sorte Mann, vor der Marley zu Hause immer gewarnt worden ist. Vom ersten Moment an fühlt sie sich zu ihm hingezogen und lässt sich auf ihn ein. Allerdings ist Corey nicht so leicht zu zähmen und schon bald ist Marley hin- und hergerissen zwischen ihren Gefühlen und der Vernunft …

(Ullstein Buchverlage / Forever)

Meinung

Wieder so ein Cover, das mit der Hauptgrund war, warum ich dieses Buch unbedingt lesen musste. Ich mag es absolut gerne. Es wirkt zwar leicht kitschig, aber in Verbindung mit dem Klappentext vollkommen in Ordnung.Der Einstieg in das Buch fiel mir ziemlich leicht und ich konnte direkt in die Geschichte hineintauchen. Das lag sicherlich auch daran, dass es handlungstechnisch sofort losging, statt eine ewige Vorgeschichte anzubauen. Mir persönlich gefällt das wesentlich besser und die benötigten Informationen bekommt man während des Lesens dann meist automatisch. So übrigens auch hier. Von daher fehlt zumindest zum Verständnis nichts und man spart sich die Langeweile zu Beginn.

Leider hatte ich mir aber insgesamt etwas anderes vom Buch erwartet. Es war mir die ganze Zeit zu jugendlich gehalten. Und das, wo doch die Charaktere gerade mit ihrem Studium beginnen. Gerade Protagonistin Marley wirkt ziemlich naiv, was zu Beginn auch noch okay ist, da sie ja vom Land kommt und es in der großen Stadt etwas anders läuft. Aber ich hatte das Gefühl, das sie überhaupt nicht aus den Geschehnissen lernte, sondern immer wieder dasselbe abzog. Auch waren ihre Handlungen sehr sprunghaft. Direkt zu Beginn an ihrem ersten Tag lernt sie ihre Zimmerkollegin kennen, die sie sofort zur Party einlädt (allein diese Tatsache ist mir schon etwas komisch aufgestoßen, aber darüber kann man hinwegsehen). Aber Marley möchte eigentlich nicht mitgehen, weil sie zu müde von der langen Anreise ist. Dann kommt ein Sprung und ich dachte schon, wir sind am nächsten Tag angekommen, dabei war es auf einmal immer noch derselbe Tag und Marley hatte sich so lange bequatschen lassen, bis sie doch mit zur Party geht. Das zeugt nicht gerade von Charakterstärke, was aber eigentlich auch kein Problem wäre, weil man sich ja am ersten Tag nicht gleich von der schlechten und langweiligen Seite zeigen möchte. Aber dann hätte es wenigstens im Verlauf des Buches etwas besser werden können.

Aber mal abgesehen davon war die Geschichte ansonsten recht interessant und nett zu lesen, wenn auch durch diverse Klischees zugekleistert. Corey ist der typische Bad Boy – zumindest nach außen. Er passt somit perfekt zum Buch, aber ich wusste oft nicht, was ich von ihm halten soll. Einerseits ist er ein ziemlicher Mistkerl, dann zeigt er aber auf einmal wieder tiefe Gefühle und eine innere Schwäche. Das war mir einfach viel zu wirr und hat mich ziemlich abgeschreckt.

Gerade dieses gegenseitige „Mobbing“ war mir zu extrem. Klar, man macht gerne mal Späße und verarscht andere Menschen. Gerade während des Studiums treiben es manche da ziemlich gerne nochmal schön bunt, bevor es in den Ernst des Lebens geht. Aber was hier im Buch beschrieben wird? Nein, danke. Das war echt eine Stufe zu viel, besonders als Corey und seine Freunde dann Rache üben wollen.

Ich will aber gar nicht sagen, dass das Buch jetzt komplett schlecht oder ähnliches gewesen ist. Im Gegenteil: ich habe es trotzdem ziemlich gerne gelesen und bin sehr zügig vorangekommen, weil es gut zu lesen gewesen ist. Es gab ja auch einige spannende Elemente. Gerade die Geschichte um Mitbewohnerin Shauna entwickelt sich ziemlich unvorhergesehen. Und für ein Buch so zwischendurch – zum Beispiel für eine Zugfahrt – ist dieses hier wirklich gut geeignet. Man darf nur wirklich nicht zu viel erwarten und darf keine Angst vor Klischees haben. Denn sonst schüttelt man beim Lesen viel zu oft den Kopf.

Fazit

Bei diesem Buch heißt es wirklich: Gedanken aus, Entspannung an. Ansonsten wird man ziemlich schnell von der Handlung enttäuscht. Eine Protagonistin ohne Charakterstärke und ein Typ, der sich nicht zwischen Bad und Soft Boy entscheiden kann treffen auf Mobbing, Intrigen und Freundschaftschaos. Wer nicht auf Klischees steht, sollte lieber die Finger vom Buch lassen!

Weitere Meinungen zum Buch

Du hast dieses Buch auch rezensiert? Dann melde dich gerne bei mir 🙂

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1 Tatzenabdruck

  • Reply Svenja T.

    Hey. 🙂
    Okay, die Idee klingt in meinen Augen ziemlich nett, aber deine Rezension zeigt dann doch ziemlich deutlich, dass ich definitiv die Finger davon lassen sollte, denn ehrlich gesagt regen mich Klischees furchtbar auf. 😀
    Schade, dass es dich auch nicht ganz vom Hocker hauen konnte, aber solange es immer noch ein angenehmes Leseerlebnis war, finde ich ist das auch vollkommen okay. Es muss ja nicht immer alles unheimlich flashen. 🙂

    Liebe Grüße
    Svenja

    25. Mai 2016 at 17:20
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