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Rezension

[Rezension] Mhairi McFarlane: Es muss wohl an dir liegen

Droemer Knaur
  • Mhairi McFarlane: Es muss wohl an dir liegen
  • Preis: 10,99 (Klappbroschur) / 9,99 € (eBook)
  • Verlag: Knaur
  • Erscheinungstermin: 01. Februar 2016

Es muss wohl an dir liegen ist ein Buch von Mhairi McFarlane. Es ist am 01. Februar 2016 bei Knaur als Klappbroschur erschienen. Das Buch umfasst 512 Seiten. Die Originalausgabe It’s not me it’s you erschien 2014 bei HarperCollinsPublishers. Deutsche Übersetzung von Katharina Volk.

Inhalt

Wie viele Schmetterlinge passen in einen Bauch?

Delia ist sich sicher: Paul ist der Mann ihres Lebens! Doch Paul sieht das ein bisschen anders.
Kurzerhand zieht Delia zu ihrer besten Freundin Emma nach London, wo nicht nur der hartnäckige Adam, sondern plötzlich auch der abgelegte Paul die Schmetterlinge in ihrem Bauch wieder kräftig in Wallung bringt.

(Klappentext)

Meinung

Das Cover passt gestaltungstechnisch zu den bereits erschienenen Büchern der Autorin. Es ist nicht wahnsinnig besonders oder wirklich auffällig, aber trotzdem insgesamt ganz schick. Ich bezweifle allerdings, dass das Cover im Laden auffällt. Da ist eher der Aufhänger, wenn man bereits etwas von der Autorin gelesen hat. Auch den Buchtitel fand ich dieses Mal nicht ganz so ansprechend. Die vorherigen haben mir da etwas besser gefallen.
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir auf den ersten Seiten noch sehr schwer, aber das wurde dann ziemlich schnell besser. Mich hatte einfach der Büroalltag aus dem ersten Kapitel mit den verschiedenen Namen der Kollegen etwas verwirrt. Aber da das Kapitel für den späteren Verlauf noch wichtig ist, hätte ich mir ein kleines bisschen mehr Aufklärung gewünscht. Ich kann aber schon vorab sagen, dass ich es trotz der anfänglichen Verwirrungen sehr gut verstanden habe. Auch in den nachfolgenden zwei Kapiteln kommen gleich wichtige Szenen vor, sodass man nach diesen drei Kapiteln sofort in der Story drin ist und der weitere Handlungszusammenhang beginnt.
Im weiteren Verlauf wurde das Buch dann immer besser. Besonders gut hat mir die Gestaltung gefallen, denn es gibt nach einer gewissen Anzahl von Kapiteln einen kleinen Comic, der natürlich zur Handlung passt. Das machte das Buch interessanter und hat es zeitgleich etwas aufgelockert. Das Zusammenspiel hat dabei immer gepasst und die Comics waren nicht zu viel, sodass es nicht überladen wirkte.
Leider hat die Geschichte erst im letzten Drittel so richtig Fahrt aufgenommen. Es wurde richtiggehend spannend und etwas „nerdig“, was mich selbst jedoch nicht gestört, sondern eher erfreut hat, weil mich die Thematik einfach sehr interessiert. Vorher hatte es eher so vor sich hin getröpfelt, war zwar interessant zu lesen, aber nicht sonderlich spannend oder fesselnd. Deswegen habe ich auch meine Zeit gebraucht, bis ich so richtig Gefallen am Buch gefunden habe. Aber auf den letzten 100 Seiten war dann der Punkt erreicht, wo ich nur so durch die Seiten geflogen bin und das Buch nicht mehr zur Seite legen konnte. Das hätte ich mir jedoch schon etwas früher gewünscht. Vielleicht hätten einige Abkürzungen der Handlung auch den gewünschten Effekt erzielt, weil es sich doch recht langatmig angefühlt hat.
Die Geschichte war trotz seiner kleinen Macken aber immer mit Humor gespickt. Gerade folgendes Zitat hat bei mir für einen lauten Lacher gesorgt:

„Auf dem Nachttisch neben dem Bett stand eine kleine Flasche Cola mit den Worten Trink mich auf einem Klebezettel daran. Daneben eine Packung Ibuprofen mit der Aufschrift Nimm mich und ein zusammengefaltetes Blatt Papier mit Lies mich. Die Säuferversion von Alice im Wunderland.“ (Seite 263)

Ich fand den Vergleich mit Alice im Wunderland ziemlich klasse und genau dieser Humor hat mich am Lesen gehalten.
Die Protagonistin Delia hat mir insgesamt sehr gut gefallen und war mir sympathisch. Sie war zwar zu Beginn des Buches ziemlich naiv, aber nach der Beschreibung ihrer Familie und ihrer Beziehung konnte ich nachvollziehen, warum sie so war. Man hat aber deutlich gemerkt, dass mehr in ihr steckt und dass sie Potenzial hat. Auch konnte man beim Lesen sehr gut beobachten, wie sie dieses Potenzial nutzt und aus sich heraus wächst. Die Figur der Fox aus den Comics ist daran natürlich auch nicht ganz unschuldig und gerade dieses Zusammenspiel hat mir wahnsinnig gut gefallen. Genauso wie der regelmäßige Schriftverkehr zwischen ihr und ihrem Mailpartner, der jederzeit interessant gewesen ist und an Bedeutung gewinnt für die eigentliche Handlung.

Fazit

Insgesamt eine nette Geschichte, die mich leider erst im letzten Drittel so richtig überzeugen und mitnehmen konnte. Die Innengestaltung durch Einbindung von Comics fand ich super und hat dem Buch eine besondere Note gegeben. Leider hatte ich jedoch etwas mehr erwartet, nachdem mir das erste Buch der Autorin so wahnsinnig gut gefallen hatte. Zum Glück konnte es dann aber noch mit einer sympathischen Protagonistin und kleinen Humorspitzen punkten. Wer klischeehafte Geschichten nicht mag, sollte aber lieber die Hände vom diesem Buch lassen!

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1 Tatzenabdruck

  • Reply Tatze

    Hey Franziska 🙂

    ich habe bisher noch kein Buch von Mhairi McFarlane gelesen, aber eine Freundin von mir hat sich dieses Buch gewünscht, deshalb bin ich auf deine Rezension aufmerksam geworden. Vielleicht sollte ich mir das Buch dann mal von ihr ausleihen, wenn sie es durch hat. 😀

    Liebe Grüße,
    Tati

    10. April 2016 at 22:11
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