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Blogtour

[Blogtour] „Als wir Charleston tanzten“ – Tag 6 – Tänze und Kleidung der 20er Jahre

Hallo ihr Lieben,
und willkommen zum sechsten Tag der Blogtour „Als wir Charleston tanzten“, dem Buch von Autorin Isabella Benz. Gestern hat euch Binchen in einem Autoreninterview mehr über Isabella berichtet und morgen geht es bei Silja mit einem Charakterinterview mit den Protagonisten Richard und Mary weiter. Heute geht es bei mir um die Tänze, die im Buch eine Rolle spielen und die Kleidung in den 20er Jahren, denn genau zu dieser Zeit spielt auch der Roman.
Wenn ihr mehr zum Buch erfahren möchtet, dann schaut doch bei Lisa vorbei, denn sie hat am ersten Tag der Tour das Buch genauer vorgestellt. Gerne könnt ihr natürlich auch bei allen anderen Stationen vorbeischauen, denn es gibt viele interessante Informationen und ihr könnt bei dem Gewinnspiel teilnehmen. Alle Informationen zum Gewinnspiel und noch einmal einen Überblick über alle Stationen findet ihr am Ende des Beitrages. Und nun viel Spaß mit dem heutigen Tag!

Die Tänze

Ich stelle euch heute alle Tänze vor, die auch tatsächlich im Buch vorkommen. Natürlich sind das bei Weitem nicht alle Tänze, die es gibt. Aber bei dieser Blogtour geht es nun mal auch um den Roman. Deswegen werden auch nur die Tänze aufzählen, die dort getanzt bzw. erwähnt werden.
Foxtrott

„Kennen Sie den Foxtrott?“ (Pos. 583)

Der Foxtrott ist zwischen 1910 und 1914 in den USA entstanden und kam dann ab 1914 auch nach Europa. Der Name stammt höchstwahrscheinlich vom Erfinder dieses Tanzes: US-Schauspieler Harry Fox. Ein lebhafter Stil ist neben geschmeidigen und zackigen Bewegungen sowie schnellen Drehungen das Hauptmerkmal des Foxtrotts. Er wird durch einen 4er Schritt getanzt und verläuft langsam – langsam – schnell – schnell.
Slowfox

„Ich bevorzuge den Slowfox.“ (Pos. 588)

Der Slowfox ist – wie der Name schon sagt – ein langsamer Foxtrott. Er ist ca. 1924 in England entstanden und verbreitete sich ab 1928 in ganz Europa. Der Slowfox hat einen eher gleitenden, weichen und schwingenden Tanzstil bestehend aus einem 3er Schritt: langsam – schnell – schnell.
Walzer

„[…] und drehte sie in einem langsamen Walzer.“ (Pos. 908)

Der langsame Walzer entstand 1920 in England und erreichte noch im gleichen Jahr den Rest von Europa. Das Langsam bedeutet bei diesem Tanz, dass er nur die halbe Geschwindigkeit des Wiener Walzer hat. Das Wort „walzen“ bedeutet übrigens so viel wie drehen. Der Tanzstil des langsamen Walzers ist eher erhaben, fließend und elegant und basiert auf dem typischen 3er Schritt „1, 2, 3“, den bestimmt jeder kennt.
Tango

„[…] und er legte einen Tango mit ihr aufs Parkett.“ (Pos. 915)

Der Tango ist 1910 in England entstanden, wurde jedoch erst 1929 endgültig standardisiert. In Deutschland gab es ihn schon zwischen 1910 und 1912. Der Name stammt wahrscheinlich aus dem Spanischen „tangear“, was so viel wie schlingen, torkeln oder auch schwanken bedeutet. Der Tanzstil ist feurig und temperamentreich, aber auch weich und gleitend. Beim Tango gibt es zwei verschiedene Varianten. Einmal die moderne, die aus einem 2er, 3er oder 4er Schritt besteht. Die Rhythmen sind je nach Schritt unterschiedlich. Entweder langsam – langsam beim 2er Schritt, schnell – schnell – langsam beim 3er und schnell – schnell – schnell – schnell beim 4er Schritt. Es gibt aber auch die klassische Variante, deren Rhythmus langsam – schnell – schnell ist.
Rumba

„Die Paare drehten sich nun zu einer Rumba […].“ (Pos. 2106)

Die Rumba entstand in den 1890er in Kuba und kam gegen 1931 nach Europa rüber. Sie bedeutet übersetzt so viel wie „Tanzfest“ und ist der langsamste Latein-Tanz. Der Tanzstil ist eher ruhig, verträumt und verführerisch. Die Rumba basiert auf einem 3er Schritt: schnell – schnell – langsam.
Charleston

„Und wie sicher sind Sie im Charleston?“ (Pos. 585)

Und nun der wohl wichtigste Tanz, denn er hat auch dem Buchtitel seinen Namen gegeben: der Charleston. Er kam erstmals im Broadway Musical „Running Wild“ vor und wurde bei uns in Europa 1925 durch Josephine Baker bekannt. Das charakteristischste Merkmal ist wohl die X-O-Bewegung der Beine, die durch Drehen der Knie erfolgt. Zusätzlich dazu pendeln oder kreisen die Arme. Außerdem gibt es noch diverse sonstige Tanzfiguren, die beim Charleston eingebaut werden können.

Kleidung der 20er Jahre

Ähnlich wie bei den Tänzen, möchte ich mich auch bei der Kleidung der 20er Jahre nah an das Buch halten. Deswegen habe ich wieder einige Zitate für euch rausgesucht, die die Kleidung beschreiben. Zusätzlich dazu gibt es natürlich auch Bilder, damit ihr euch alles noch besser vorstellen könnt!
In den 20er Jahren verschwand das Korsett, Frauen trugen nun auch mal Hosen. Aber das typische „kleine Schwarze“ war trotzdem der Chic der 20er Jahre. Die Röcke und Kleider wurden insgesamt kürzer, gingen nur noch bis kurz über das Knie. Die weiblichen Rundungen wurden zwar nicht direkt betont, aber der Stil war deswegen nicht unsexy. Zu der Bekleidung gehörten außerdem alle möglichen Accessoires wie Federn, Federboas, Stirnbänder, Hüte und Handschuhe.

„[…] wobei die Feder, die sie in ihrem Stirnband trug, erzitterte […]“ (Pos. 508)

Quelle: Karneval Megastore

Das hier erwähnte Stirnband war sehr typisch für die 20er Jahre. Es gab sie in unterschiedlichen Farben, gerne auch mit Pailletten besetzt. An ihnen waren dann farblich passende Federn befestigt, die beim Tanzen mitwackelten.

„An der rechten Seite ihres Hutes prangte eine Blume, die von der Form an eine geschlossene Rose erinnerte. Der Hut war farblich mit ihrem Kleid abgestimmt, fliederfarben.“ (Pos. 632)

Doch nicht nur Federn und Stirnbänder waren Trend. Auch Hüte waren sehr gefragt. Entweder trug man sie einfach schlicht und farblich zum Kleid passend, oder man befestigte an ihnen Blumen und Federn.

„Ihre Kleider waren vergleichsweise kurz, meist einfarbig, doch in ihrem Gesamtbild wiederum kunterbunt, blau, rot, weiß, beige, violett, hell, dunkel, es war alles dabei.“ (Pos. 1.955)

Insgesamt gab es keine einheitliche Farbe, die vorherrschte, sondern jeder trug, was er gerade am liebsten mochte. Das fiel natürlich auch bei den Tanzveranstaltungen auf, denn die vielen verschiedenen Kleider wirkten wie ein farbiger Haufen. Im Buch „Als wir Charleston tanzten“ ist die Lieblingsfarbe der Personen scheinbar fliederfarben, denn diese Farbe kommt sehr häufig in der Kleidung vor. Aber auch blau und schwarz sind im Buch beliebt.

„Die ältere Frau präsentierte sich in einem schicken schwarzen Pailletten-Kleid, eine Federboa um ihren Hals geschlungen und den modischen Kurzhaarschnitt durch einen Stirnreif geschmückt.“ (Pos. 2.284)

Quelle: Butinette Karneval Shop

Dieses Zitat könnt ihr so ähnlich hier im Bild perfekt erkennen. Die Federboas wurden gern genutzt und gerade Pailletten waren oft vorherrschend. Und das nicht nur am Kleid, sondern auch – wie oben bereits erwähnt – am Stirnband. Am besten natürlich beides zueinander passend mit gleichfarbigen Pailletten besetzt. Das sorgte für ein gewisses Funkeln, denn das Licht wird gerade beim Tanzen sehr schön reflektiert.

„Richard knotete die gestreifte Krawatte, zupfte den Kragen des weißen Hemds zurecht und knöpfte anschließend das Jackett zu.“ (Pos. 2.652)

Für die Männer war es in den 20er Jahren sehr typisch, dass sie Hemden trugen, die nicht gestreift waren und dazu Krawatten, gerne auch etwas breitere. Das Jackett darf natürlich nicht fehlen. Meist gehörte zu einem abschließenden Outfit auch ein Hut und je nach Wetter ein Mantel. Übrigens trugen auch Männer teilweise Handschuhe in den 20er Jahren.

„Der Schleier, der schräg an dem blauen Hut befestigt war […]“ (Pos. 3.379)

Quelle: Karneval Universe

„Die Damen kicherten in ihre Seidenhandschuhe und wackelten mit den breiten Federhüten […]“ (Pos. 3.947)

Quelle: Karneval Megastore

Die Seidenhandschuhe gehörten sehr oft zu einem perfekten Outfit für die Frau. Egal ob mit Fingern oder ohne, kürzer oder länger, weiß oder schwarz. Auch hier musste es einfach ein schönes Zusammenspiel ergeben, ähnlich wie bei den Hüten und Bändern.

„[…] zwei Herren in schicken Anzügen und hohen Zylindern […]“ (Pos. 4.689)

Quelle: Karneval Megastore

Wie eben schon erwähnt, trugen die Männer der 20er Jahre oft Hüte zu ihrer restlichen Kleidung. Bei den schicken Anzügen oder auch Fracks, war der Zylinder immer eine gute Wahl und vervollständigte das Gesamtbild. 

Das Gewinnspiel

Natürlich gibt es während der Blogtour auch ein Gewinnspiel. In jedem Beitrag der Tour findet ihr eine Frage, die ihr beantworten müsst. Umso mehr Fragen ihr beantwortet, desto öfter landet euer Name im Lostopf. Die Chance, zu gewinnen, erhöht sich also mit jeder weiteren Teilnahme. Ihr könnt also insgesamt acht Lose sammeln! Der Gewinner wird am Montag, dem 03. August auf allen Blogs bekannt gegeben und muss sich dann innerhalb von zwei Wochen bei Autorin Isabella melden, sonst wird neu ausgelost. Ihr braucht also keine Kontaktdaten in den Kommentaren hinterlassen, sondern nur eure Antwort auf die jeweilige Frage.

Bitte beachtet auch die Teilnahmebedingungen und lest sie genau durch, damit es nachher nicht zu Missverständnissen kommt. Mit eurer Antwort auf die Frage stimmt ihr zu, dass ihr Kenntnis von den Bedingungen habt. Das Gewinnspiel läuft bis einschließlich 02. August 2015 um 23:59 Uhr.

Wenn ihr zu Marys Zeit gelebt hättet und zu einer Tanzveranstaltung mit Freunden gehen würdet: welche Kleidung würdet ihr tragen und welcher Tanz wäre euer Favorit?

Dann mal los! Beantwortet schnell die Frage des heutigen Tages und landet so im Lostopf. Unten sind auch noch einmal alle anderen Stationen verlinkt, sodass ihr auch dort vorbeischauen könnt.

Die Stationen im Überblick

Sonntag, 26.07. Buchvorstellung bei Lisas Bücherchaos
Montag, 27.07. Berlin in den 20ern bei BeatesLovelyBooks
Dienstag, 28.07. Vorstellung der Charaktere bei Magische Momente
Mittwoch, 29.07. Das Automobil bei Samys Lesestübchen
Donnerstag, 30.07. Autoreninterview bei Binchen’s Bücherblog
Freitag, 31.07. Die Tänze und Kleidung der 20er bei AefKaeys World of Books
Samstag, 01.08. Charakterinterview bei Siljas Bücherkiste
Sonntag, 02.08. Die Frage nach der „Liebe“ bei Claudis Gedankenwelt

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5 Tatzenabdrücke

  • Reply Tulpe29

    Hallo,
    ich würde den Tango bevorzugen und dazu auf jeden Fall einen Hut mit Schleier, eine Federboa und ein rotes Paillettenkleid tragen. Ich finde, die Mode war damals sehr chic.
    Viele Grüße und ein schönes Wochenende!

    31. Juli 2015 at 8:18
  • Reply karin

    Hallo und guten Tag,

    nun ich würde es mal mit Charleston probieren, dass schaut doch schon sehr flippig aus.

    Schwarze Handschuhe, Federboa und ein kurzer Kleidchen mit Perlenbestickung würde ich dann wahrscheinlich gerne auch mal tragen.

    Guten Start schon mal ins Wochenende..LG..Karin..

    31. Juli 2015 at 8:44
  • Reply Leelou

    Hallo AefKaey!
    Ich würde den Charleston bevorzugen und ein bordeauxfarbenes Kleid mit Perlen und Fransen tragen. Dazu ein Stirnband und schwarze Handschuhe. Tolle Vorstellung. 😀

    Liebe Grüße,
    Leelou

    31. Juli 2015 at 10:46
  • Reply Satu

    Huhu!

    Jetzt noch mal richtig. Habe irgendwie Müll geschrieben. Also:
    Huhu!
    So schön ich die Mode finde, leider setzt sie ja eher auf knabenhafte Silhouetten und wenig Busen. Wenn man mehr als ein B-Körbchen und deutliche weibliche Rundungen hat, ist die Mode echt ungüngstig. Ich würde vermutlich ein schwarzes Kleid tragen, da fällt's nicht so auf und dann ein Stirnband mit Feder. Lange Perlenketten sähen bei mir leider auch sch… aus, denn da hab ich das Probleml, dass sie entweder immer zwischen den Brüsten hängen oder um eine herumgeschlungen. Nicht wirklich schön! 😀 Das kann man echt nur tragen, wenn man weniger Holz vor der Hütte hat. Also vielleicht ein schönes zwei-oder-dreihreihiges Kropfband mit Perlen.
    Tanzen würd ich alles, am liebsten aber Tango. Ich liebe Tango. Im Herzen bin ich ja Finnin und liebe den finnischen Tango. Vom Tanz her hat er natürlich wenig mit dem klassischen englischen Tango gemeinsam, aber der ist unschlagbar elegant. Ich liebe aber auch Foxtrott und Quickstep und… hach, ich muss unbedingt mal wieder meinen Mann überreden, mit mir zu tanzen. 🙂

    LG
    Doro

    31. Juli 2015 at 13:17
  • Reply Daniela Schiebeck

    Der Foxtrott wäre mein Favorit und tragen würde ich ein schickes Pailettenkleid.

    daniela.schiebeck@t-online.de

    Liebe Grüße,
    Daniela

    31. Juli 2015 at 14:47
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