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Rezension

[Rezension] Rock, Phillip: Abingdon Hall – Der letzte Sommer (#1)

Phillip Rock: Der letzte Sommer

Preis: 9,99 (Taschenbuch) / 8,99 (eBook)

Verlag: Blanvalet Taschenbuch

Erscheinungstermin: 15. September 2014

Der letzte Sommer ist ein Buch von Phillip Rock. Es ist am 15. September 2014 im Blanvalet Verlag als Taschenbuch erschienen. Das Buch umfasst 640 Seiten. Das englischsprachige Original The Passing Bells erschien im Dezember 2012 bei William Morrow Paperbacks.

Reihe

Abingdon Hall
  1. Der letzte Sommer
  2. Stürmische Zeiten (März 2015)
  3. Rückkehr nach Abingdon Hall (September 2015)

Inhalt

Europa im August 1914. Der Krieg naht, doch in diesem letzten Sommer hat er Abingdon Hall noch nicht erreicht. Hier, auf dem luxuriösen Landsitz der Familie Greville, nehmen die Partys und Romanzen ihren Lauf. Alexandra Greville, die Tochter des Hauses, macht sich für ihre Saison als Debütantin bereit, während ihr Bruder Charles einer hoffnungslosen Liebe nachtrauert. In den unteren Etagen, bei der Dienerschaft, bemüht sich das neue Hausmädchen Ivy, sich den Routinen der eingeschworenen Bediensteten anzupassen – und möglichst wenig aufzufallen. Doch lange kann der Krieg auch auf Abingdon Hall nicht mehr verleugnet werden …

(Klappentext)

Meinung

Das Cover gefällt mir eigentlich ganz gut. Man sieht im Hintergrund ein Anwesen, das Abingdon Hall darstellen könnte und eine junge Frau im Vordergrund, die für die „höhere Schicht“ der Grevilles sprechen könnte. Also schon recht passend gewählt.

Leider verspricht der Klappentext etwas anderes, als nachher im Buch beschrieben wird. Ich habe mit einer etwas anderen Geschichte gerechnet gehabt und war daher leicht überrascht und traurig. Abingdon Hall selbst wird nur im ersten Teil des Buches erwähnt und in den späteren Teilen eher dürftig angesprochen. Es geht zwar die gesamte Geschichte um die Personen rund um Abingdon Hall, was positiv gewesen ist, aber mir fehlte der Zusammenhang eben mit dem Klappentext.

Insgesamt war die Beschreibung des ersten Weltkriegs sehr vorherrschend, sodass sich die Geschichte teilweise extrem gezogen hat. Ich mag ja die Beschreibungen von Kriegen in Büchern, um den historischen Hintergrund zu geben, aber in diesem Buch war es extrem kriegslastig. Die Sprünge zwischen den einzelnen Szenen waren oft ziemlich groß und ich musste mich jedes Mal neu orientieren. Das mag daran liegen, dass der gesamte erste Weltkrieg im ersten Buch beschrieben wird und so einige Jahre auf die Seiten gequetscht werden. Eine Zeit- und Ortsangabe bei jedem neuen Kapitel hätte hier einiges helfen können. So konnte ich mich nur anhand der Beschreibungen und der wenigen Tagebucheinträge entlang hangeln, um grob zu wissen, wo sich die Geschichte gerade befindet.

Trotzdem sind mir aber die Charaktere ans Herz gewachsen und ich wollte die gesamte Zeit wissen, wie die Handlung verlaufen wird. Zu Beginn waren es durchaus ziemlich viele Namen. Aber die „Hauptpersonen“ haben sich nachher herauskristallisiert und so konnte ich doch nachvollziehen, wer welche Rolle spielt und wie zusammengehört. Nur einige andere Namen, die eher beiläufig erwähnt werden, sind eher schwer merkbar.

Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung, die übrigens in den „Goldenen Zwanzigern“ spielt. Aber auch in der Hoffnung, dass in diesem Buch dann mehr die eigentliche Geschichte behandelt wird, statt einem bestimmten Ereignis.

Fazit

Eine Geschichte, die zu Beginn mehr verspricht, als nachher behandelt wird. Ziemlich kriegslastig und teilweise langatmig, sodass bei einigen Lesern Abbruchgefahr herrschen könnte. Es lohnt sich meiner Meinung nach aber trotzdem, dieses Buch bis zum Schluss zu lesen, da es doch einige Szenen gab, die mir ziemlich gut gefallen haben und die somit einen positiven Einfluss hatten.

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