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Rezension

[Rezension] Girard, Anne: Madame Picasso

Anne Girard: Madame Picasso

Preis: 12,99 (Broschiert) / 9,99 (eBook)

Verlag: Aufbau Taschenbuch

Erscheinungstermin: 09.  März 2015

Madame Picasso ist ein Buch von Anne Girard. Es ist am 09. März 2015 im Aufbau Taschenbuch Verlag als broschierte Ausgabe erschienen. Das Buch umfasst 478 Seiten. Das englischsprachige Original Madame Picasso erschien 2014 bei Mira.

    Inhalt

    Der Maler und seine Muse
    Paris, 1911: Auf der Suche nach einem neuen Leben kommt die junge Eva in die schillernde Metropole. Hier, im Herzen der Bohème, verliebt sie sich in den Ausnahmekünstler Pablo Picasso. Gegen alle Widerstände erwidert er ihre Gefühle, und eine der großen Liebesgeschichten des Jahrhunderts nimmt ihren Lauf. Eva wird Picassos Muse – und ihr Aufeinandertreffen wird sein Leben für immer verändern.

    (Klappentext)

    Meinung

    Paris. Die typische Assoziation, wenn man den Eiffelturm auf einem Cover sieht. Da dieses in Sepia-Tönen gehalten ist, sieht man schon auf den ersten Blick, dass die Geschichte definitiv in der Vergangenheit spielt. In meinen Augen ein sehr schönes Cover.

    Anne Girard erzählt die Geschichte der Madame Picasso, die zwar eigentlich eine eher fiktive Geschichte ist, aber auf einigen Wahrheiten beruht, mit denen sich Autorin Girard beschäftigt hat. Das erklärt sie auf den letzten Seiten in den „Anmerkungen“, die ich mir erst zum Ende hin durchgelesen hatte und daher sehr überrascht gewesen bin. Dadurch konnte mich die Geschichte aber deutlich mehr von sich überzeugen, da ich den Mix aus Fiktion und Realität sehr gerne mag.

    Mit Kunst und Picasso selbst habe ich mich bisher eher wenig beschäftigt, aber trotzdem konnte ich gut in die Geschichte finden, da es hier mehr um die Madame Picasso geht und die künstlerische Seite nicht zu übertrieben in das Buch einfließt. Stattdessen dreht sich das Buch eher um die Liebesgeschichte und die damit verbundenen Probleme. Gerade Eifersucht spielt eine Rolle und natürlich auch die Freundschaft. Ein einzigartiges Geflecht aus Beziehungen, das manchmal etwas verwirrend scheint, aber dadurch realitätsgetreu ist. Denn viele Freunde Picassos halten eher zu der ehemaligen Madame Picasso statt zur neuen, was es für Eva natürlich schwer macht.

    Eva selbst wirkt auf mich wie ein sehr komplexer Charakter. Einerseits versucht sie stark und selbstbewusst zu sein, verlässt ihre Heimat, um in Paris ein neues Leben zu beginnen. Ihre Arbeitsleistung ist daher auch eine Hilfe, um sie zu stärken, da sie ihr Handwerk eindeutig beherrscht. Andererseits wird im Verlauf der Handlung aber auch sichtbar, dass sie auch eine verletzliche Seite hat. Sie war mir daher sehr sympathisch und ich kann mir gut vorstellen, dass sie andere Seiten an einem Menschen zum Vorschein bringen kann – wie es auch in dieser Geschichte geschehen ist.

    Fazit

    Zwischen Malerei und der Liebe des Lebens. Eine wundervolle Geschichte um Picasso und seine Muse, die mich von sich überzeugen konnte. Der Mix zwischen Liebe, Eifersucht und anderen Dramen macht die Handlung spannend und interessant bis zur letzten Seite.

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    1 Tatzenabdruck

  1. Reply RoM

    Salut, AefKaey.
    Ist zur Zeit ein beliebter Gedanke, in semi-fiktiven Romanen die Begegnungen bekannter Persönlichkeiten auszumalen. Denn die Tatsache mag bekannt sein, aber die möglichen Details laßen sich farbprächtig aufblättern.
    "Oona & Salinger", von Frédéric Beigbeder wäre ein gerade aktuelles Beispiel hierfür.

    Gegenüber der Egozentrik Picassos wirkte Eva Gouel wie ein normalisierendes Element; allein aus dieser Gegenüberstellung sicher ein interessierendes Buch. Und das Cover wirkt!

    bonté

    4. April 2015 at 22:54
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