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Rezension

[Rezension] Bartsch, Simon: Wie ich aus Versehen eine Bank ausraubte

Simon Bartsch: Wie ich aus Versehen eine Bank ausraubte

Preis: 9,99 (Taschenbuch) / 2,99 (eBook)

Verlag: FeuerWerke Verlag

Erscheinungstermin: 19. Februar 2015

Wie ich aus Versehen eine Bank ausraubte ist ein Buch von Simon Bartsch. Es ist am 19. Februar 2015 im FeuerWerke Verlag als Taschenbuch erschienen. Das Buch umfasst 244 Seiten.

    Inhalt

    Jan ist verliebt in Laura. Ein Teufelsweib! Sie macht die lustigsten Grimassen, schreit die tollsten Ausdrücke und mit ihr kann man einfach Pferde stehlen gehen. Und Geld. Denn mit der jungen Frau raubt der etwas einfältige Jan „unfreiwillig“ eine Bank aus. Unfreiwillig, weil Laura unter dem Tourette-Syndrom leidet. Das ungleiche Paar macht sich mit der Beute auf eine Reise durch halb Europa. Ob als versehentlicher Drogenkurier in Brüssel, Roof Climber auf dem Eifelturm oder Karnevalsprinz vor dem Buckingham Palace – Jan ist bei seinen Aktionen stets in seinem Element und bei seinen Schilderungen im eigenen Blog sehr ausführlich. Doch die plötzliche Berühmtheit reizt auch düstere Gestalten. Welche Rolle spielt der gemeinsame Psychologe von Laura und Jan in diesem Spiel? Was hat es mit dem findigen Journalisten Günter auf sich? Und warum verschwindet Laura ganz plötzlich mitsamt der Beute?

    (Amazon)

    Meinung

    Die Covergestaltung ist ziemlich passend gewählt, denn es zeigt ein Stück einer Postkarte und solche Postkarten spielen im Verlauf des Buches immer wieder eine Rolle. Ansonsten ist es recht einfach gehalten.

    Was in der oben erwähnten Beschreibung leider nicht deutlich rüber kommt, ist die Tatsache, dass der Protagonist Jan etwas geistig zurückgeblieben oder anders krank ist. Leider wird auch im Buch nie genau erwähnt, was mit ihm ist, da die Geschichte aus Jans Perspektive geschrieben ist und ihm selbst nicht bewusst ist, dass er „anders“ ist. Dadurch war ich zu Beginn des Buches etwas durcheinander und habe mich die ganze Zeit gefragt, wie alt der Protagonist eigentlich ist (im Übrigen 21). Insgesamt hatte ich mir auch etwas anderes von der Geschichte erwartet und war daher ein bisschen enttäuscht. Mir gefiel es nicht, wie Jan im Buch behandelt wird. Klar kann dies durchaus realitätsgetreu sein, aber mir persönlich hat es einfach nicht gefallen, dass so viele kuriose Szenen in das Buch eingebaut sind. Jan tat mir sehr oft Leid und ich fand es eher selten lustig. Vielleicht sehe ich das auch einfach viel zu kritisch, da es auch viele andere – weitaus positivere – Lesermeinungen gibt.

    Der Schreibstil selbst hat mir ansonsten ganz gut gefallen. Er war es auch, der mich am Lesen gehalten hat. Durch die Handlung hat sich ungefähr ab der Hälfte des Buches die Geschichte gezogen. Aber ich denke, dass es tatsächlich daran lag, dass mir die Geschichte eben wie erwähnt nicht so gut gefiel. Die Beschreibungen waren mir manchmal etwas zu wirr, sodass ich mir nicht mehr genau vorstellen konnte, was der Autor im Sinn hatte. Aber andererseits hat das auch zum Charakter von Jan gepasst.

    Fazit

    Insgesamt für mich leider nur okay, da mir der Spaß an der Handlung ziemlich schnell vergangen ist. Der Schreibstil konnte zwar punkten, hat aber nicht ausgereicht, um das Buch wieder schmackhafter zu machen. Schade.

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