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Messebericht

[LBM] Treffen mit Autor Philipp Möller und Bastei Lübbe (+ Gewinnspiel)

Hallo ihr Lieben,
anlässlich der Leipziger Buchmesse 2015 hatte der Verlag Bastei Lübbe zu einem „Triff den Autor“ eingeladen, wo ich natürlich gerne zugesagt habe. Den Autor selbst und auch seine Bücher kannte ich vorher vom Hören, hatte jedoch nie eins der Bücher gelesen. Umso spannender fand ich eben diese Einladung, da ich der Meinung bin, dass man auf diese Art und Weise durchaus interessante Menschen kennenlernen kann, auf die man sonst nicht aufmerksam geworden wäre.
Am Buchmessen-Samstag war es dann endlich soweit und das Treffen stand an. Ich war sehr gespannt, was auf mich zukommen würde, da ich so gar keine Idee hatte, wie viele noch bei dem Treffen dabei sein würden oder wie das überhaupt abläuft. Rechtzeitig sind wir also Richtung Halle 4 gelaufen, da wieder sehr viel Menschenandrang auf der Messe herrschte. Wir kamen aber recht schnell voran, sodass wir sogar überpünktlich am Stand von Bastei Lübbe ankamen. Ziemlich schnell haben wir die beiden Ansprechpartnerinnen Annette und Rebecca gefunden und uns vorgestellt. Beides übrigens total nette und sympathische Frauen. Autor Philipp Möller war auch schon vor Ort und wir konnten uns gleich in die Ecke setzen und es ging los. Wir waren zwar leider die Einzigen, die zum Treffen gekommen sind, aber konnten so sowohl Autor als auch die beiden Mitarbeiterinnen besser kennenlernen und ein wahnsinnig witziges und interessantes Gespräch führen.

Philipp Möller – Wer ist das überhaupt?

Philipp Möller ist eigentlich Diplom-Pädagoge und hat Erwachsenenbildung studiert. Er lebt in Berlin und hat dort an Grundschulen als Lehrer unterrichtet. Wie er vom Diplom-Pädagogen zum Lehrer geworden ist, müsst ihr euch wirklich einmal erzählen lassen. Die Story ist echt klasse! Während dieser Zeit als Grundschullehrer hat er seine ganzen Geschichten aus dem Schulalltag gesammelt und später zu Büchern verarbeitet, als er durch Zufall auf jemanden von Bastei Lübbe traf. Isch geh Schulhof: Unerhörtes aus dem Alltag eines Grundschullehrers ist das erste Buch, das erschienen ist. Bei dem Treffen hat er sein neustes Buch Isch hab Geisterblitz: Neue Wortschätze vom Schulhof vorgestellt, in dem es eigentlich um die Geschichte von Khalim geht, dem Nachhilfeschüler von Philipp.

Philipp ist übrigens ein Lehrerkind. Er stammt sogar aus einer ganzen Dynastie von Lehrern. Seine Eltern sind Lehrern, seine Tante ist Lehrerin usw. Oder wie er sagte: „Wenn ich meinen Stammbaum weiter zurückverfolgen würde, gäbe es bestimmt auch einen Neandertaler, der an Höhlenwänden gelehrt hat.“

Von Witzen, Fehlern und anderen Geschichten

Philipp Möller ist ein sehr sympathischer Mann, der gleich offen auf uns zugekommen ist und sofort angefangen hat, zu erzählen. Ich kannte seine Bücher noch nicht, sodass er uns erst einmal das neue Buch „Isch hab Geisterblitz“ etwas vorgestellt hat. Obwohl ja eigentlich alles damit begann, dass er erzählte, es gäbe einen Fehler im Buch, den einfach alle übersehen haben, sodass er nun abgedruckt im Buch zu finden ist. Also gleich erstmal der Test, ob wir den Fehler finden würden. Wer das Buch zu Hause hat, schaut doch auf Seite 16 im ersten neuen Abschnitt nach und schaut mal, ob ihr den Fehler findet. Ich kann so viel verraten: ich war zu doof. Meine Begleitung hat den Fehler jedoch finden können! Lustigerweise gibt es noch einen kleinen Fehler, den er uns auch noch vorgestellt hat. Schaut doch mal in die Fußnote auf Seite 10. Die beiden Pressemitarbeiterinnen waren übrigens auch ziemlich überrascht und amüsiert, da auch sie das noch nicht gesehen hatten. Man könnte aber auch einfach sagen, dass es Absicht war, oder? Ich jedenfalls fand diese kleinen Fehlerchen ziemlich lustig.

Wo wir gerade bei lustig sind … Hellmuth Karasek hatte sich kurzzeitig mit zu unserer kleinen Runde gesellt und sowohl er als auch Philipp fingen an, Witze und Anekdoten zu erzählen (übrigens können beide „Die Geschichte vom Daumenlutscher“ auswendig). Karasek musste dann jedoch weiter, sodass es bei diesem kurzen Austausch blieb und wir uns wieder dem „Geisterblitz“ widmeten.

Philipp erzählte uns – wie oben auch schon erwähnt – wie er zu seiner Stelle als Lehrer gekommen ist und wie es dann dazu kam, dass er sein erstes Buch veröffentlicht hat. Er war nämlich im Gespräch mit einer Lektorin von Bastei Lübbe und hat einige seiner Schulhofgeschichten zum Besten gegeben. Daraufhin war die Lektorin so begeistert, dass sie gerne ein Buch daraus machen wollte. Es hat zwar lange gedauert, bis es auch wirklich dazu gekommen ist, aber wie ihr sehen könnt, haben die beiden es ja nun tatsächlich geschafft, die Idee umzusetzen. Für alle, die auch immer wissen möchten, ob Bücher eher Reihen oder Einzelbände sind, denen kann ich sagen: „Isch hab Geisterblitz“ ist laut Philipp zwar eigentlich die Fortsetzung von „Isch geh Schulhof“. Er hat den zweiten Teil aber so geschrieben, dass man ihn auch verstehen kann, ohne den ersten gelesen zu haben. Auch haben sich die Charaktere gewechselt, denn im ersten Teil ging es noch viel mehr um Philipp selbst als Lehrer, während es sich im zweiten Band mehr um die Person Khalim, den Nachhilfeschüler, dreht.

Die Geschichten in beiden Büchern entsprechen übrigens zum größten Teil wahren Begebenheiten. Aus Datenschutz- und dramaturgischen Gründen wurde aber alles „umgedreht“, was man „umdrehen“ konnte. Namen stimmen also nicht mit den echten überein und auch genaue Adressen, Orte und Geschlechter wurden etwas abgeändert, sodass der Leser keine Verbindung zu den real existierenden Personen und Orten herstellen kann. Natürlich um diese in ihrer Privatsphäre zu schützen, was sicher jedem verständlich ist. Trotzdem sind die meisten im Buch erwähnten Dinge tatsächlich auch so passiert wie beschrieben.

In Möllers Büchern geht es auch um die deutsche Sprache und deren Wandel in der heutigen Zeit. Wie man vielleicht anhand der Titel schon erkennen kann. Dementsprechend haben wir uns auch ein bisschen darüber unterhalten und natürlich über das allgemeine Schulsystem, das laut Möller durchaus angepasst werden könnte. Hier ging es zum Beispiel darum, dass ein Kind meist aus seinem eigenen Kreis nicht hinauswachsen könne. So bleiben Arbeiterkinder meist selbst Arbeiter, während Akademikerkinder auch eher Akademiker werden. Natürlich gibt es Ausnahmen, ich zähle ja auch selbst zu einer von diesen, da ich den akademischen Weg gewählt habe, obwohl meine Eltern dies nicht taten.

Doch wir unterhielten uns nicht nur. Philipp las uns auch Passagen aus dem neuen Buch vor. Natürlich perfekt im „Slang“, sodass wir uns super vorstellen konnten, wie sich Khalim ausgedrückt haben muss. Ich muss ja zugeben, dass ich das bestimmt nicht so gut hinbekommen hätte. Gerade eine Szene hat mir übrigens sehr gut gefallen. Es ging dort um Bewerbungen und Vorstellungsgespräche, die Philipp mit seinem Nachhilfeschüler verbessern wollte. Im Buch gibt es an dieser Stelle eine Liste von verbotenen Wörtern, die man während eines Vorstellungsgespräches niemals sagen sollte. Für mich kaum vorzustellen, dass diese Wörter tatsächlich im Sprachgebrauch verwendet werden.

Natürlich haben wir noch viel mehr Themen besprochen. Die jedoch alle hier aufzuschreiben, würde nicht nur den Rahmen sprengen, sondern würde noch einige Zeit mehr beanspruchen. Ich kann aber nur jedem empfehlen, auch einmal Teil eines solches Treffens zu sein, wenn man es angeboten bekommt. Allein die Idee des „Triff den Autor“ hat mir sehr gut gefallen und ich würde das gerne jederzeit wiederholen. Gerade bei diesem Treffen haben meine Begleitung und ich einen sehr sympathischen Autor getroffen, den wir sonst vielleicht „übersehen“ hätten. Im Übrigen ist meine Begleitung schon fast zur Hälfte mit Buch eins fertig und findet es bisher klasse. Ich selbst werde nach dem Lesen der Bücher meine Meinung natürlich noch auf dem Blog posten.

Zum Schluss hat Philipp uns noch die Bücher signiert und wir haben noch ein kleines Fotoshooting am Stand von Bastei Lübbe gemacht. Natürlich mit seinem Namen im Hintergrund. Das muss natürlich alles seine Richtigkeit haben. Am Stand haben übrigens die Menschen nicht schlecht geschaut, als da zwei Menschen auf dieser Bank saßen und Fotos von ihnen gemacht wurden. Da kommt die Neugier durch.

Philipp Möller und ich präsentieren die Bücher

Wir lesen uns gegenseitig vor

Gewinnspiel

Dank der freundlichen Untersützung von Bastei Lübbe darf ich „Isch geh Schulhof“ und „Isch hab Geisterblitz“ an einen von euch verlosen. Beide Bücher wurden natürlich von Philipp Möller für euch signiert.

Vielen Dank an dieser Stelle an Bastei Lübbe und Philipp!

Was ihr dafür tun müsst, um gewinnen zu können?

Hinterlasst mir einen Kommentar, in dem ihr eine der beiden Fragen beantwortet. Achtet bitte unbedingt darauf, dass ihr eine Kontaktmöglichkeit hinterlasst (E-Mail-Adresse), damit ich euch im Gewinnfall kontaktieren kann. Ihr könnt mir diese auch gerne über das Kontaktformular oder meine E-Mail hinterlassen. Ich behalte mir vor, dass ich Kommentare vom Gewinnspiel ausschließe, bei denen es absolut keine Kontaktmöglichkeit gibt. Alle weiteren Teilnahmebedingungen findet ihr unten. Viel Glück!

Das Gewinnspiel startet heute und geht bis einschließlich 01. April 2015 um 23:59 Uhr. Anschließend lose ich innerhalb der nächsten drei Tage den Gewinner bzw. die Gewinnerin aus.

Was denkt ihr über die Veränderung der deutschen Sprache? Findet ihr es schlimm oder gefällt es euch?
oder

Wenn ihr bei „Triff den Autor“ mitmachen könntet, welche Frage würdet ihr Philipp gerne stellen?

Isch geh Schulhof
Isch hab Geisterblitz

Teilnahmebedingungen

Aus Kostengründen verlose ich nur an Teilnehmer mit einem Wohnsitz in Deutschland. Wer außerhalb wohnt, kann trotzdem teilnehmen, wenn die zusätzlichen Kosten freiwillig von ihm übernommen werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Für auf dem Postweg verloren gegangene Bücher übernehme ich keine Haftung. Ihr müsst außerdem mindestens 18 Jahre als sein, außer ihr habt eine Einverständniserklärung eurer Eltern.

Der Gewinner wird nach Auslosung auf dem Blog bekanntgegeben. Also erklärt ihr euch mit der Teilnahme gleichzeitig damit einverstanden, dass ich euren angegebenen Namen hier veröffentliche. Außerdem werde ich die jeweiligen Gewinner per Mail benachrichtigen. Ihr habt nach Bekanntgabe eine Woche Zeit, euch zu melden. Sollte das nicht geschehen, lose ich neu aus.

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5 Tatzenabdrücke

  • Reply Sabine Kupfer

    Hallo,

    da hast du ja ein tolles Treffen auf der LBM wahr nehmen können 🙂

    wenn ich Jugendliche heutzutage reden hören schüttelt es mich doch manchmal 😉 Das verändern der deutschen Sprache befürworte ich also nicht 🙂

    LG
    SaBine
    (kupfer-sabine@t-online.de)

    19. März 2015 at 14:06
  • Reply Ich bin ich

    Hallo,

    ich finde schön wie es jetzt ist, weil wir doch auch multikulturell leben wollen, kann doch die Sprache auch so sein.

    Viele Grüße Kontakt bitte über meinen Blog(Danke)

    22. März 2015 at 1:35
  • Reply Mandy

    Huhu 🙂 Das Treffen scheint Spaß gemacht zu haben, so wie man es den Bildern entnehmen kann 🙂

    ich selbst gehe auf eine multikulturelle Schule und die Sprache ist wirklich so, wie es beschrieben wird. Einerseits ist es echt anstrengend, andrerseits erheitert es aber auch sehr oft den Unterricht 😉
    Liebe Grüße,
    Mandy
    mandy48507@gmail.com

    22. März 2015 at 18:41
  • Reply RoM

    Servus, AefKaey.
    Damit hattest Du quasi ein exklusives Treffen mit dem Autor – nicht der schlechteste Weg, um Ihn wie seine Bücher ausführlicher kennen zu lernen. Im herrschenden Trubel der Messe sicher auch ein entspannendes Moment.

    Doch – ein anmerkenswertes Bild wie Onkel Gorgk dem naseweisen Nachwuchs die diversen Anpirschstrategien via Fels-Flipchart erklärt. 🙂

    Die eigene Sprache hängt nicht unerheblich mit der eigenen Persönlichkeit zusammen; von daher erscheint es mir eher ärmlich, wenn Grundschulkindern sogar ihr Dialekt verboten wird; nicht etwa im Deutschunterricht, sondern in der schulischen Kommunikation allgemein.

    ad quaestionem I
    Sprache ist fortlaufend dem Wandel unterzogen, ansonsten sie eine tote Sprache für die Altphilologen wäre. Den Bewahrern eines derzeitigen status quo kann eigentlich nur der Hinweis auf das Deutsch von vor 200 Jahren in die Hand gegeben werden – der Art parliert heute keiner mehr im Alltag. Jetzt einmal davon abgesehen, daß sich die Oberen Zehntausend damals eh lieber auf Französisch unterhielten. C'était tres chic…

    ad quaestionem II
    Wie er als Lehrer die Vorteile einer gemeinsamen Amtssprache verklickern würde?

    "Trief" ist übrigens eine nette Tempus-Variante von "treffen". * 😉

    bonté

    * dritter Absatz, sechste Zeile

    23. März 2015 at 10:23
  • Reply Lilienlicht

    Hallo Franziska 😀

    Einer schöner Bericht zu diesem Treffen. Hätte ich davon gewusst, wäre ich mitgegangen. Klingt ja gar nicht mal so schlecht, wobei ich bei solchen Komiker-Büchern immer etwas vorsichtig bin. Ich hatte da mal eines von einem Abiturienten gelesen, dass dann alles andere als lustig war. Wenn ein Lehrer als Autor am Werk ist, habe ich da zumindest mehr Hoffnung, dass es lustig aber nicht zu überzogen ist. Was mich allerdings stutzig macht: Warum geht es in dem einen Teil um Bewerbungen und Vorstellungsgespräche wenn der Autor Grundschullehrer ist? Das entzieht sich irgendwie meiner Logik oder geht es in den Büchern generell um die Schule und nicht speziell die Grundschule? Ich habe da irgendwie meine Identifizierungsprobleme.

    Es freut mich dennoch, dass ihr so ein schönes Treffen hattet. Schade nur, dass ihr die einzigen wart. Da muss Bastei Lübbe nochmal die Sache mit dem Rühren der Werbetrommel üben.

    Liebste Grüße,
    Diana

    25. März 2015 at 9:10
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