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Rezension

[Rezension] Pérez-Reverte, Arturo: Dreimal im Leben

Arturo Pérez-Reverte: Dreimal im Leben (525 Seiten)

Preis: 22,95 (Gebunden) / 19,99 (eBook)

Verlag: Insel Verlag

Erscheinungstermin: 04. August 2013

Dreimal im Leben ist ein Roman von Arturo Pérez-Reverte. Er erschien am 04. August 2013 im Insel Verlag als gebundene Ausgabe und umfasst 525 Seiten. Das spanische Original El tango de la Guardia Vieja erschien am 21. November 2012 bei Alfaguara.

Inhalt

Auf einem Ozeandampfer begegnen sie sich das erste Mal, es ist das Jahr 1928. Max, jung und von wildem Charme, arbeitet als Eintänzer in der ersten Klasse. Mecha zieht ihn augenblicklich in den Bann, ihre aparte Schönheit, der weltberühmte Komponist an ihrer Seite, das funkelnde Perlencollier um ihren schlanken Hals. Es folgt ein Tanz, ein nichtssagender Smalltalk, der verheißungsvoller nicht sein könnte. In Buenos Aires angekommen führt Max das Paar durch die zwielichtigen Tangobars seiner Geburtsstadt. Doch in dieser Nacht geraten die Dinge außer Kontrolle, und für Max und Mecha beginnt das Abenteuer ihres Lebens: die große Liebe. Eine Liebe, die erst viele Jahre später auf der Promenade Nizzas zwischen entrücktem Glamour und den Wirren des Krieges eine zweite Chance erhält.

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Erster Satz

Im November 1928 reiste Armando de Troeye nach Buenos Aires, um einen Tango zu komponieren.

Meinung

Das Cover stimmt schon in die Geschichte ein. Man erkennt genau, zu welcher Zeit das Buch spielt, was mir eigentlich ganz gut gefällt. Es passt jedenfalls eindeutig zum Inhalt.

Den Schreibstil des Autors finde ich sehr schwer und ich konnte mich nicht daran gewöhnen. Dadurch kam ich beim Lesen eher schleppend voran und wurde nicht in den Bann gezogen. Wer solche eher schwermütigeren Schreibstile mag, ist hier an der richtigen Adresse.

Das Buch umfasst 13 Kapitel. Die gesamte Geschichte ist in drei Handlungsstränge gegliedert, die sich jedoch alle mit dem Protagonisten Max beschäftigen. Alle drei sind in der Erzählerperspektive geschrieben. Zwei davon in der Vergangenheit und eine in der Gegenwart, passend zu den jeweiligen Handlungszeiträumen (1928 in Buenos Aires; 1937 in Nizza; und in der Gegenwart. 38 Jahre später in Sorrent).

Von der Handlung bin ich etwas enttäuscht, hatte etwas mehr erwartet. Versprochen wurde eine Liebesgeschichte, aber die kam irgendwie nicht ganz rüber, zumindest mir gegenüber nicht. Oft läuft es etwas träge, zieht sich regelrecht. Erst im letzten Drittel kommt Spannung auf und man fängt als Leser endlich so richtig zu verstehen an. Vorher wusste ich persönlich nicht, wie alles zusammen hängen soll. Manches verstehe ich auch jetzt nach Beenden des Buches noch nicht. Wer jedoch Spaß am Schach oder der Musik bzw. dem Tango hat, wird hier beim Lesen sicherlich glücklicher werden als ich. Für mich war dieses Buch jedenfalls nicht das Richtige und ich habe eigentlich nach dem Lesen keine Ahnung, was mir das Buch nun genau sagen soll bzw. was daran nun so wirklich passiert ist. Das ist aber rein persönliches Empfinden und andere Leser könnten sich hier sicher deutlich wohler fühlen.

Fazit

Ein eher schwer liegendes Buch über eine Liebe, die sich über Jahre hinweg zieht und immer wieder neu auflebt. Definitiv kein Buch für Zwischendurch.

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1 Tatzenabdruck

  • Reply RoM

    Hallo AefKaey.
    Ich könnte jetzt spekulieren, daß der Autor mit seiner Erzählstruktur (träges Ziehen bis zur Spannung im letzen Drittel) den Tango reflektiert. Werben, Ablehnen, Verzehren als der Dreiklang.
    Obschon es hieran ja ordentlich zu fehlen scheint.
    🙂

    bonté

    16. Dezember 2013 at 21:01
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