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Rezension

[Rezension] Sigurdarðóttir, Yrsa: Seelen im Eis

Yrsa Sigurdarðóttir: Seelen im Eis (368 Seiten)

Preis: 9,99 (Taschenbuch) / 9,99 (eBook)

Verlag: Fischer Taschenbuch

Erscheinungstermin: 23. Oktober 2013

Seelen im Eis ist ein Buch von Yrsa Sigurdarðóttir. Es ist am 23. Oktober 2013 im Fischer Verlag als Taschenbuch erschienen. Das Buch umfasst 368 Seiten. Das isländische Original Kuldi erschien im November 2012 bei Veröld.

Inhalt

Draußen tobte der Sturm und schlug noch heftiger gegen die Fenster als zuvor. Um keinen Preis der Welt wollte Óðinn zum Fenster schauen, er spürte, dass von dort etwas Bedrohliches näherkam. War der tödliche Sturz seiner Frau aus dem Fenster etwa kein Unfall gewesen? Hatte er zu sehr nach Antworten gesucht und damit sein eigenes Schicksal besiegelt?

(Klappentext)

Erster Satz

Óðinn schreckte hoch, als er husten musste.

Meinung

Das Cover finde ich ganz hübsch gestaltet. Es weist auf Island hin und zeigt die Weite, die dort herrscht. Viel mit dem Inhalt hat es aber ansonsten nicht zu tun. Besonders anmerken möchte ich hier noch, dass der Titel etwas erhaben vorsteht, was ich immer sehr toll finde.

Der Schreibstil der Autorin ist relativ gut. Ganz überzeugen konnte sie mich mit diesem Buch nicht, aber ich kann auch nicht sagen, dass er in einer Weise schlecht gewesen wäre. An sich ließ er sich nämlich ziemlich gut lesen. Ich habe eher durch die jeweilige Handlung gestockt und nicht wegen des Schreibstils.

Das Buch besteht aus 32 Kapiteln, einem Prolog und einem Nachwort. Außerdem gibt es noch einen Personenregister ganz zu Anfang. Es kommen zwar nicht viele Personen vor, aber die isländischen Namen machen es manchen Lesern sicherlich etwas schwerer. Die Handlung ist zweigeteilt. Einmal gibt es die Handlung von Óðinn, die sich in der Gegenwart abspielt und einmal die von Aldís, die Anfang des Jahres 1974 spielt. Beide sind miteinander verknüpft und lösen sich am Ende zusammen auf.

Die Handlung fand ich leider nur teilweise spannend und fesselnd. Mir persönlich hat auch die Geschichte um Aldís besser gefallen. Das kann aber jedem Leser unterschiedlich gehen. Genauso ist es übrigens auch bei dem Ende des Buches. Ich selbst hätte mit dieser Auflösung nie gerechnet und kann auch jetzt nach Beenden der Geschichte nicht ganz verstehen, wie alles zusammenhängt und habe noch offene Fragen. Deswegen bin ich auch etwas enttäuscht von diesem Buch. Insgesamt hatte ich mir scheinbar etwas mehr erwartet. Zeitweise hat sich die Geschichte für mich ziemlich hingezogen und die Inhalte waren teils ausschweifend, sodass ich nicht wirklich wusste, was dies mit der eigentlichen Geschichte zu tun hatte.
Gut fand ich jedoch, dass beide Handlungen miteinander verknüpft sind und im Laufe des Buches immer mehr zueinander finden. Durch den ständigen Wechsel der Sichten kommt immerhin etwas Spannung auf. Denn meist ist es so, dass an einer richtig interessanten Stelle abgebrochen und mit der anderen Handlung weitergemacht wird. Leider wird dann später nicht wieder an dieser Stelle angeknüpft, sondern nur kurz aufgelöst, was mich oft enttäuscht hat.

Fazit

Insgesamt ein recht spannender Thriller, von dem ich jedoch weitaus mehr erwartet habe. Immer, wenn es richtig spannend wurde, hörte das jeweilige Kapitel auf und der Bogen brach ab, wurde auch nicht wieder aufgenommen. Sehr schade. Man hätte hier durchaus mehr draus machen können.

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