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Rezension

[Rezension] Gold, Robin: Die Liste der vergessenen Wünsche

Robin Gold: Die Liste der vergessenen Wünsche (352 Seiten)

Preis: 14,99 (Broschiert) / 11,99 (eBook)

Verlag: Blanvalet

Erscheinungstermin: 07. Oktober 2013

Die Liste der vergessenen Wünsche ist ein Roman von Robin Gold. Er ist am 07. Oktober 2013 im Blanvalet Verlag als broschierte Ausgabe erschienen. Das Buch umfasst 352 Seiten. Das englischsprachige Original Once upon a list ist am 22. Mai 2012 bei Avon Impulse erschienen.

Inhalt

Früher war alles einfacher. Abschied nehmen zum Beispiel. Als die achtjährige (Anmerkung von AefKaey: sechsjährige) Clara Black ihren Kater „Schweinebraten“ beerdigte, ahnte sie nicht, dass das Leben einen noch größeren Verlust für sie bereithalten würde. Denn Jahre später bricht Claras Welt zusammen, als ihr Verlobter kurz vor der Hochzeit stirbt. Doch dann findet sie eine alte Liste mit ihren Kindheitswünschen, die vor ihrem 35. Geburtstag in Erfüllung gehen sollten. Ganz unverhofft wird die Liste zu Claras Rettungsanker – und zum Weg zurück ins Glück.

(Klappentext)

Erster Satz

Clara betrachtete mit großen Augen die rechteckige, in Geschenkpapier eingewickelte Schachtel in ihren Händen und lächelte von einem Ohr bis zum anderen.

Meinung

Das Cover ist durch seine Farbgestaltung ein echter Blickfang. Ich selbst habe bisher noch kein Buch in so einem Pinkton gesehen und das macht es für mich so besonders. Im Einband sind außerdem die Wünsche auf kleinen Notizzetteln abgedruckt, was ich eine nette Idee finde.

Der Schreibstil der Autorin Robin Gold ist sehr flüssig und liest sich sehr schnell. Ich bin ziemlich durch das Buch geflogen. Die Beschreibungen sind durchaus ausreichend und auch die Charaktere sind gut ausgebaut, wobei die Protagonistin Clara sicher die Leserwelt spalten wird. Manche werden sie als nervig empfinden, andere werden mit ihr fühlen. Ich zähle mich zu Letzerem, denn ich kann durchaus nachvollziehen, dass man nicht immer alles nach einem Jahr schon verarbeitet hat und Zeit braucht. In Todesfällen reagiert jeder Mensch anders, deswegen fände ich es nicht gut, die Trauerbewältigung u.ä. zu pauschalisieren. Von daher sehe ich es nicht als negativ an, dass die Protagonistin Clara auch nach einem Jahr noch zu kämpfen hat.

Das Buch besteht aus einem Prolog und 36 Kapiteln. Außerdem gibt es noch weitere Abschnitte, die meist mehrere Kapitel beinhalten. Sie beginnen mit dem Monat November und gehen dann immer in Monatsschritten weiter bis zum September. Die Geschichte erzählt Claras Handlungen und berichtet in der Vergangenheit. Hier wäre aber eine Ich-Form vielleicht sogar noch interessanter gewesen, um einen besseren Einblick in Claras Gefühle und Gedanken zu bekommen.

Die Handlung an sich ist eher locker und leicht gehalten, wirkt nur oberflächlich. Mir persönlich reicht das bei diesem Buch aus. Der sehr gute Schreibstil der Autorin macht auch einiges wett, sodass ich über Kritikpunkte hinwegsehen kann. Wer eine tiefe Handlung erwartet, ist hier jedoch an der falschen Stelle. Außerdem ist das meiste definitiv vorhersehbar, was manche Leser stören könnte. Man darf bei diesem Buch wirklich keine zu hohen Erwartungen haben, sonst wird man enttäuscht. Ich selbst habe übrigens schon im Prolog Tränen in den Augen gehabt, weil mich die Trauer so berührt hat. Mir hat das Buch trotz der Oberflächlichkeit ziemlich gut gefallen.

Fazit

Eine niedliche Geschichte für zwischendurch, die relativ oberflächlich gehalten ist, aber durch einen sehr guten Schreibstil überzeugt.

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2 Tatzenabdrücke

  • Reply GirlWithTheBooks

    Eine sehr ausführliche Rezi! Schön 🙂

    Das Buch kommt gleich auf meine Wunschliste!

    Liebste Grüße
    Jenny

    http://jemasija8.blogspot.de/

    26. Oktober 2013 at 13:09
  • Reply RoM

    Hallo AefKaey.
    Wahr, jeder geht mit der Wucht von Trauer anders um. Intensität oder Dauer.
    Wobei es vom post-modernen Menschen der westlichen Hemisphäre gern heißt, er/sie habe den Tod von der eigenen Existenz ausgeklammert. Man/frau habe hier im Trauerfall zu funktionieren. Die tiefe Trauerphase über mehr als eine Woche wird gar als "medizinischer Notfall" angesehen. Heißt es.

    Der Tod beschäftigt die Menschheit seit Urzeiten. Von daher gelten bereits die Totenkulte der Frühmenschen als Wege zur bewältigung eines großen Verlustes. Wie auch der eigenen Angst davor, die sich im Jenseitsglauben global manifestiert hat.

    Reichlich morbide heute…
    🙂

    bonté

    26. Oktober 2013 at 19:58
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