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Rezension

[Rezension] Wanner, Heike: Weibersommer

Heike Wanner: Weibersommer (345 Seiten)

Preis: 8,99 € (Taschenbuch) / 7,99 € (eBook)

Verlag: Ullstein Taschenbuch Verlag

Erscheinungstermin: 15. Februar 2013

Weibersommer ist ein Buch von Heike Wanner. Es ist am 15. Februar 2013 im Ullstein Verlag als Taschenbuch erschienen. Das Buch umfasst 345 Seiten.

Inhalt

Lisa-Marie, Marie-Luise und Anne-Marie sind Cousinen und könnten – bis auf ihren gemeinsamen Namen Marie – nicht unterschiedlicher sein. Als ihr Onkel stirbt, erben sie einen Bauernhof im Allgäu. Um sich einen Überblick über die Lage machen zu können, fahren sie gemeinsam dorthin. Doch als sie vor Ort einige alte Briefe finden, die ein Geheimnis verbergen, wachsen die drei Frauen endlich zusammen. Was diese Briefe ihnen wohl offenbaren?

Erster Satz

Liebe auf den ersten Blick?

Meinung

Das Cover gefällt mir sehr. Es wirkt durch den Einschnitt leicht dreidimensional und zeigt eine Schüssel voller Kirschen. Das passt zwar nicht unbedingt zum Inhalt oder Cover, spiegelt aber dafür das Thema trotzdem gut wider. Es stimmt gleich gut auf das Buch ein.

Der Schreibstil der Autorin hat mir so gut gefallen, dass ich das Buch innerhalb von einem Tag einfach durchlesen musste. Ich konnte es kaum zur Seite legen und wollte immer weiterlesen. Heike Wanner beschreibt die Gefühle und der Gedanken der Charaktere sehr gut und auch die Landschaften wirken sehr real. Durch die Briefe baut sie einen Spannungsbogen auf, der an das Buch fesselt und bis zum Schluss durchgezogen wird.

Das Buch ist aus der Sicht eines Erzählers geschrieben und beschreibt die unterschiedlichen Handlungen der jeweiligen Personen im Buch. Dadurch werden von jeder die Gedanken und Gefühle deutlich und alle Handlungsstränge führen immer wieder zusammen. Der Leser bekommt dadurch genug Hintergrundinformationen, um immer genau Bescheid zu wissen.

Die Handlung ist gut gewählt und überzeugt durch reale Ereignisse wie dem Vulkan Eyjafjallajökull. Die Zufälle sind dadurch nicht zufällig gewählt, sondern durchaus authentisch und nachvollziehbar. Außerdem war für mich das Ende nicht vorhersehbar, was das Buch interessant gemacht hat und mich fesselte. Die verschiedenen Handlungen der Frauen überzeugten durch gut gewählte Ereignisse, die den Strang jedes Mal umwarfen und somit für einige Überraschungen sorgten.

Die Charaktere sind genauso authentisch wie auch die Handlung selbst. Alle drei Cousinen haben ihre Stärken und Schwächen und überzeugen durch Individualität. Marie-Luise – meist nur Lou genannt – ist die typische Karrierefrau. Sie ist zielstrebig, hat sich gut eingerichtet und lebt für ihren Job. Eine Familie hat sie bisher nie geplant, da ihr das Leben so, wie es ist, am besten gefällt. Anne-Marie hingegen ist das komplette Gegenteil. Sie ist der Familienmensch, hat eine Tochter und zwei Söhne. Ihren Job hat sie aufgegeben, um sich um die Kinder kümmern zu können. Doch der Haushalt ist anstrengend und sie fühlt sich allein gelassen von ihrem Mann, der als Chefarzt arbeitet und sehr oft nicht zu Hause ist. Lisa-Marie ist die Ruhigste von allen. Sie hat einen kleinen Buchladen in der Stadt und sucht noch immer nach der großen Liebe – größtenteils im Internet. Jedes Buch aus ihrem Laden hat sie wahrscheinlich selbst gelesen und lebt genau dafür.

Fazit

Ein wunderschönes Buch über Freundschaft, Familie und Liebe. Das Familiengeheimnis macht die Geschichte besonders spannend und fesselnd. Insgesamt überzeugt der Roman durch seine authentische Handlung und die gut ausgereiften Charaktere. Ich kann es nur weiterempfehlen.

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4 Tatzenabdrücke

  • Reply RoM

    Hallo AefKaey.
    Wenn der Sommer nur einer dem Kalender nach ist, dann ist ein solcher Roman wohl das beste Gegenmittel. Unterschiedliche Charakterköpfe, die sich durch die Seiten zusammenraufen – es gibt schlechtere Geschichten zu erzählen.
    Dem Anschein nach wäre mir wohl Lisa-Marie am sympathisten. 🙂

    Da nun alle drei Cousinen den Namen "Marie" gemeinsam haben, hege ich ja einen ganz bestimmten Verdacht. :-))

    Eine runde Zahl, mit 50 Followern! Die 5042 Klicks sind aber auch nicht ohne. 🙂

    Ich hoffe einmal, daß Dein Stress (Twitter!)keiner der unschönen Sorte ist.

    Wünsch' Dir was!

    et,

    bonté

    11. Juni 2013 at 19:53
  • Reply AefKaey

    Hallöchen,

    also momentan ist hier doch halbwegs Sommer. Am Samstag habe ich sogar einen leichten Sonnenbrand auf der Schulter bekommen, weil ich den ganzen Tag draußen arbeiten musste 😀

    Der Stress ist zwar schon unschön und so kurios, dass man es nie glauben würde, wenn man das hört. Aber es kann mittlerweile immerhin nicht mehr schlimmer werden. Von daher wird es jetzt hoffentlich wieder aufwärts gehen.

    Mir war Lisa auch mit am liebsten, was wohl auch daran lag, weil sie so ein Büchernarr ist. Welcher Buchliebhaber mag sie da nicht?

    Liebe Grüße

    11. Juni 2013 at 20:24
  • Reply RoM

    …nun, hier der Süden der Republik ist etwas verregneter, dieser Tage.
    🙂

    Dann wünsche ich Dir einfach bon courage!

    bonté

    11. Juni 2013 at 21:22
  • Reply Heike Wanner. Weibersommer (2013) | LiteraturLese

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    28. Juli 2016 at 16:10
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