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Rezension

[Rezension] Roberts, Sheila: Schokolade für dich

Sheila Roberts: Schokolade für dich (365 Seiten)

Preis: 8,99 € (Taschenbuch) / 8,99 € (eBook)

Verlag: Mira Taschenbuch im Cora Verlag

Erscheinungstermin: 01. März 2013

Schokolade für dich ist ein Buch von Sheila Roberts. Es ist am 01. März 2013 im Cora Verlag als Mira Taschenbuch erschienen. Das Buch umfasst 365 Seiten. Das englische Original Better than Chocolate (Life in Icicle Falls) erschien am 25. September 2012 bei Harlequin MIRA

Inhalt

Samantha Sterling steht kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Ihr Stiefvater hat den Familienbetrieb „Sweet Dreams Chocolate“ zur Pleite geführt. Nun ist er verstorben und sie versucht, das Geschäft zu retten. Doch das gestaltet sich schwerer als gedacht, denn sie hat nur noch wenig Zeit, um der Bank den Kredit zurückzuzahlen. Da sie bei dem neuen Bankdirektor Blake Preston nichts erreicht, versucht sie es mit einer anderen Idee: ein Schokoladenfestival vor dem Valentinstag soll für Touristen in Icicle Falls sorgen und somit auch für klingelnde Kassen. Ob sie die Planung so kurzfristig schafft und der Gewinn reicht, um „Sweet Dreams Chocolate“ zu retten? Vielleicht kann der gut aussehende Bankdirektor doch noch helfen – wenigstens in Sachen Liebe?

Erster Satz

Samantha Sterling saß neben ihrer Mutter in der ersten Reihe der Icicle-Falls-Gemeindekirche und kämpfte gegen den Wunsch an, aufzuspringen und nach vorn zum Altar zu laufen, um ihren Stiefvater Waldo am Kragen zu packen und zu erwürgen.

Meinung

Das Cover verspricht meiner Meinung nach zu viel und leitet den Leser fehl. Es zeigt ein Paar, das sich liebt und eine Schokopraline isst. Als ich es sah, dachte ich an eine richtig gute Liebesgeschichte und Erotik. Aber beides suchte ich vergeblich. Es passt also eher weniger zum Buch – bis auf die Schokolade.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen. Ich hätte es aber besser gefunden, wenn mehr Absätze eingebaut worden wären. Teilweise springt Roberts zwischen den Geschichten der verschiedenen Personen so Hin und Her, dass ich manchmal gar nicht wusste, um wen es sich jetzt hier handelte. Absätze hätten mir hier sehr dabei geholfen, diese abzugrenzen und den Wechsel der Personen nachzuvollziehen.

Das Buch ist aus der Erzählerperspektive geschrieben und erzählt die Geschichten der verschiedenen Charaktere als eine Gesamthandlung. Jedes Kapitel beginnt mit einem passenden Zitat aus den Werken von Muriel Sterling – einem weiblichen Charakter, die im Buch bereits mehrere Bücher veröffentlicht hat. Das hat mir persönlich ganz gut gefallen und war eine nette Abwechslung.

Die Handlung hat mich etwas enttäuscht. Der Klappentext und das Cover haben definitiv mehr versprochen, als nachher an Inhalt im Buch vorhanden vor. Ich hatte mich auf eine tolle Liebesgeschichte mit Nebenhandlung gefreut, aber auf diese habe ich vergeblich gewartet. Hier war es eher umgekehrt. Die eigentliche Nebenhandlung wurde zum zentralen Thema und die Liebe eher zu einer Begleiterscheinung. Trotzdem hat mir die Geschichte noch immer gut gefallen und ich habe mitgefiebert, ob es Samantha schafft, ihren Familienbetrieb zu retten. Schade war jedoch, dass die gesamte Handlung etwas zu sehr konstruiert wirkte. Vieles wäre im realen Leben so nie passiert und die Zufälle waren ein paar zu viel. Dadurch wurde der Verlauf auch sehr vorhersehbar und die Spannung, die sich vielleicht hätte aufbauen sollen, ging verloren.

Die Charaktere waren mir persönlich etwas zu klischeebehaftet. Sie wirkten nur halbwegs authentisch. Natürlich waren sie mir trotzdem sympathisch, aber manchmal habe ich gemerkt, dass es wirklich Romanfiguren waren.
Samantha Sterling ist die tolle Geschäftsfrau, die alles dafür tut, den Familienbetrieb zu retten. Dabei vergisst sie ihr Privatleben und lebt vollkommen in ihrem Job. Sie ist sehr zielstrebig, aber man merkt, dass auch sie nicht stark genug ist, um es allein zu schaffen.
Blake Preston soll den bösen Feind darstellen, der alles ruinieren möchte. Leider wurde mir beim Lesen sofort klar, dass es nicht so ist und die Autorin hat dies selbst auch viel zu schnell aufgelöst. Deswegen ist er eigentlich der nette Freund, der hilft, wo er nur kann und auch dazu steht.
Muriel Sterling ist eine perfekte Mutter und hat das Leben einer Bilderbuchehe geführt. Durch den Tod ihrer zwei Ehemänner, die ihr vollkommene Liebe gaben, musste sie nun stark einstecken und ist ziemlich in sich eingesunken. Im Verlauf der Handlung merkt man aber, wie sie wieder an Stärke gewinnt und sich wieder zu einer starken Persönlichkeit verwandelt.

Fazit

Ein Roman, der leider mehr verspricht, als er hält. Trotzdem angenehm zu lesen und eine lockere Lektüre für zwischendurch. Hunger auf Schokolade bekommt man beim Lesen auf jeden Fall!

Danke an Blogg dein Buch und Mira Taschenbuch für die Bereitstellung des Exemplares.

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5 Tatzenabdrücke

  • Reply RoM

    Servus, Aefkaey.
    Ein Kompliment sei mir erlaubt, denn Du bist in puncto Posts ausgesprochen aktiv. Gefällt mir, bei jedem Besuch Neues lesen zu können.

    Bei der "Verpackung" des Romans hatte der Verlag scheinbar kein sonderliches Vertrauen in die Story. Im Grunde schade, daß dem so sein muß. Aber Du konntest immerhin brauchbare (andere)Lektüre dabei finden. Ein schlechter Roman wäre da dann das obsolute Fiasko gewesen.
    Im Grunde…
    Der Verlag hat Dir quasi ein Überraschungs-Buch geliefert. 🙂

    Fiktive Zitate (Muriel) finde ich interessant!

    Amüsanterweise hatte ich bei der Figur des Bankers mit Herz den Schauspieler Hugh Grant vor Augen. 🙂

    Dann freue ich mich jetzt auf Deinen nächsten Post. Nicht zu vergessen – Deine prompten Antwortkommentare. Chapeau!

    bonté

    5. Juni 2013 at 20:44
  • Reply AefKaey

    Hallo und schön, wieder von dir zu lesen =)

    Mein Handy informiert mich ja freundlicherweise sofort über deinen Kommentar, also ein Hoch auf die Technik von heute 😀

    Fand es nur komisch, weil es nicht das erste Buch von ihr war, dass bei Mira erschienen ist. Und bei dem anderen Buch sah das Cover wesentlich interessanter aus und schien besser zur Geschichte zu passen. Genau kann ich das natürlich nicht beurteilen, da ich den Inhalt nicht kenne.

    Aber es war ja trotzdem immer noch eine schöne Geschichte. Nur eben keine fünf oder vier Tatzen wert.

    Hugh Grant? Würde vom Charakter her passen. Von der Statur nicht ganz. Preston ist früher Footballspieler gewesen, da müssten etwas breitere Schultern her 😀

    Liebe Grüße

    5. Juni 2013 at 20:50
  • Reply RoM

    …hmmm – dann mache ich aus Hugh eben flux einen Matthew McConaughey. Schultern genug!?
    🙂

    bonté

    5. Juni 2013 at 21:08
  • Reply AefKaey

    Denke schon 😀 Für meine Vorstellungen reicht es jedenfalls!

    5. Juni 2013 at 21:15
  • Reply Twineety

    Hallo!
    (Das ist ein bisschen off-Topic)
    Ich möchte gern einen tag an dich weiter geben. Wenn du Lust dazu hast, viel Spaß damit.

    LG
    http://twineetys-lesereise.blogspot.de/

    6. Juni 2013 at 23:49
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