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Rezension

[Rezension] J.R.R. Tolkien: Der kleine Hobbit

  • J.R.R. Tolkien: Der kleine Hobbit
  • Preis: 7,95 € (Taschenbuch)
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
  • Erscheinungstermin: 01. Oktober 2012

Der kleine Hobbit ist ursprünglich ein Kinderbuch von J.R.R. Tolkien. Es wurde nachher durch Der Herr der Ringe fortgeführt. Mittlerweile wird das Buch in drei Teilen verfilmt. Der erste Teil kam bereits im Dezember 2012 in die deutschen Kinos.

Inhalt

Der kleine Hobbit Bilbo wohnt in seiner Höhle in Beutelsend und lebt dort glücklich und zufrieden. Sein Leben ist ruhig. Bis eines Tages ein Zauberer vor seiner Tür erscheint. Er stellt sich als Gandalf vor, der vor langer Zeit in Beutelsend verkehrte. Der Zauberer Gandalf möchte, dass Bilbo an seinem Abenteuer teilnimmt, doch Bilbo mag die Ruhe und seine Heimat lieber und lehnt ab, lädt ihn aber zum Kaffee am nächsten Tag ein. Gandalf lässt sich davon jedoch nicht beeinflussen und schreibt ein Zeichen in Bilbos Tür. Einen Tag später ist Bilbo gespannt, ob der Zauberer seiner Einladung folgt und als es an der Tür klopft, rechnet er fest mit diesem. Zu seiner Überraschung steht dort aber ein Zwerg. Und dieser bleibt nicht der Einzige. Nach und nach kreuzen immer mehr Zwerge auf, zum Schuss auch Gandalf. Nun wimmeln neben Bilbo zwölf Zwerge und ein Zauberer in seinem Heim, leeren die Speisekammer, reden, feiern und musizieren. Sie eröffnen dem Hobbit, dass sie auf dem Weg zu einem Abenteuer sind und noch einen Meisterdieb suchen. Genau dieser soll der Hobbit sein und nach langem Überlegen entschließt sich Bilbo doch dazu, den Zwergen zu helfen. Er begibt sich auf eine lange Reise und erlebt viele kleine Abenteuer, die sehr gefährlich sind. Ob er den Zwergen dabei helfen kann, den Drachen Smaug aus ihrer ehemaligen Festung zu vertreiben?

Meinung

Ich habe bereits die ersten beiden Teile von meiner „Der Herr der Ringe“-Trilogie gelesen und wusste daher teilweise, wie Tolkien schreibt. Beim Lesen dieser beiden Teile ist mir das Vorankommen eher schwer gefallen und von vielen hatte ich gehört, dass „Der Hobbit“ aber leichter ist, da er ja als Kinderbuch geschrieben wurde. Das kann ich nun zumindest etwas bestätigen. Es ließ sich besser lesen und war einfacher und verständlicher. Leider hat es mich trotzdem nicht genug gefesselt und das Lesen zog sich trotz der eher wenigen Seiten ziemlich in die Länge und ich hatte zum Teil überhaupt keine Lust, weiterzulesen.
Was mir sehr missfallen hat, ist die Tatsache, dass Tolkien für mich einfach schon zu viel von dem Verlauf der Geschichte erwähnt. Man weiß eigentlich schon am Anfang des Buches, wie es ausgehen wird, auch ohne „Der Herr der Ringe“ zu kennen. Das zieht sich leider durch das ganze Buch und jedes Mal greift Tolkien vor und hat mir damit die Spannung genommen.
Auch muss ich erwähnen, dass ich den ersten Teil vom Film bereits vor dem Lesen gesehen habe und das hat mich beim Lesen extrem enttäuscht und etwas runtergezogen, weil sich die Inhalte meiner Meinung nach zu sehr unterscheiden. Ich möchte an dieser Stelle aber nicht zu viel verraten, um anderen nicht den Spaß am Film oder am Buch zu verderben.
Die Geschichte an sich ist sehr abwechslungsreich und theoretisch spannend, wenn da eben nicht die Schreibweise von Tolkien wäre, die ich eben erwähnte. Viele kleine Abenteuer verbinden sich zu einem Ganzen und sind sehr detailreich beschrieben. Ich konnte mich trotz allem gut in das Buch hineinversetzen und mir alles sehr bildlich vorstellen. Natürlich war es für mich von Vorteil, dass ich die Wesen und Umgebung bereits aus den anderen Büchern, dem Film und dem Onlinegame kannte. Ich weiß nicht, ob sich andere, die nichts davon kennen, alles genauso gut vorstellen können.
Der Charakter des Bilbo Beutlin kam sehr gut rüber. Am Anfang ist er der kleine Hobbit, der die Ruhe liebt und sich lieber mit einem Tee in den Sessel setzt. Im Laufe der Geschichte entwickelt er sich dann jedoch weiter und geht an seine Grenzen – wahrscheinlich sogar über diese hinaus – und wird zu einem geschätzten Gefährten. Diese Wandlung sieht man auch bei den Zwergen, die zu Beginn nichts von Bilbo halten und nicht daran glauben, dass er zu etwas fähig ist. Jedoch nach und nach merken sie, dass der kleine Hobbit ein praktischer Begleiter ist, der ihnen mehr helfen kann, als sie je geglaubt haben.

Fazit

Ich hatte so viel Gutes über das Buch gehört und war extrem begeistert von dem Film. Leider hat es das Buch aber nicht geschafft, mich gänzlich zu überzeugen. Sehr schade.

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5 Tatzenabdrücke

  • Reply Druckbuchstaben

    Ich habe das Buch auch gelesen. Das war mein erstes von Tolkien. Es hat mir ganz gut gefallen, aber überragend fand ich es auch nicht. Den Film habe ich noch nicht gesehen.

    LG
    Anja

    9. Februar 2013 at 9:40
  • Reply AefKaey

    Dann geht es mir ja nicht alleine so. Den Film hingegen kann ich jedenfalls nur empfehlen! Der hat mir sehr gut gefallen.

    LG
    AefKaey

    9. Februar 2013 at 12:33
  • Reply Lena

    Ich fand den Hobbit auch ganz gut, aber es gibt schon besseres^^

    Hab dich übrigens getaggt 🙂 http://dreamcatchers-rezensionen.blogspot.de/2013/02/tag-8-dinge-zum-thema-buchverfilmungen.html

    9. Februar 2013 at 20:24
  • Reply AefKaey

    Uh, danke, da muss ich erstmal eine Nacht drüber schlafen, sonst wird das eine halbe Hausarbeit xD

    Sehe schon, dass viele ähnlicher Meinung sind beim Hobbit. Hätte ich nicht gedacht.

    9. Februar 2013 at 22:57
  • Reply RoM

    Grüß Dich, AefKaey.
    Weil ich gerade vorbeischneie, ein paar wenige Worte…

    Ich denke Tolkiens Art & Weise des Schreibens ist ihrer Zeit verhaftet. Moderne Fantasy geht inzwischen mit anderen Grundsätzen um, mehr an filmischer Dramaturgie orientiert. Zudem sehe ich den 'Hobbit' auch eher als Fingerübung für seinen späteren Weltentwurf um Mittelerde. Aber ich gestehe, daß ich den ernsten Tolkien mit anderen Augen lese, als den märchengleichen.

    Vom ersten Film der neuen Trilogie war ich wenig begeistert. Klamauk und Ernsthaftigkeit standen sich öfter im Weg. Dazu ausgewalzte Ork-Klopperei und sogar ein fehlender sense of wonder. Ich hätte nicht gedacht, daß sich Jackson & Co derart mit dem Hobbit verheben konnten.
    Vielleicht wäre er doch besser "Silmarillion" angegangen. 🙂

    Du erwähnst "Die Gefährten" & "Die zwei Türme"; welche Übersetzung hast Du dabei gelesen? Alt oder neu?
    Selbst finde ich die ältertümliche (Herr statt Chef) passender und flüßiger zu lesen, darum frage ich.

    Angenehme Sonne noch!

    bonté

    9. Juni 2013 at 12:11
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